ZTE Eco-Mobius
ZTE hat jetzt mit dem Eco-Mobius den red dot award gewonnen. Bild: red-dot.sg

ZTE Eco-Mobius: Modulares Smartphone mit red dot award ausgezeichnet

Mochten sie vor einiger Zeit noch belächelt sein, finden modulare Smartphone-Konzepte immer mehr Beachtung. Dieser Tage macht das ZTE Eco-Mobius von sich Reden. Das modulare Smartphone des chinesischen Herstellers wurde kürzlich mit dem Red dot award ausgezeichnet. Das Konzept des neuen Smartphone hat überzeugt und ist denkbar einfach.

Das ZTE Eco-Mobius ist veränderbar, besteht aus ansteckbaren Modulen. Das modulare Smartphone von ZTE basiert auf einem Magnetsystem, mit dem zum Beispiel die CPU, GPU, der Arbeitsspeicher und auch die Kamera ganz einfach ausgetauscht oder gewechselt werden können. Allerdings, das Display und der Akku sind nicht austauschbar. Noch besteht das Projekt nur auf dem Papier. Ob es tatsächlich umgesetzt werden kann, wird sich zeigen. Generell zeigen auch andere Hersteller Interesse an modularen Smartphones und erkennen, dass die Konsumenten auf solch umweltschutzengagierte Pläne positiv reagieren.

Ganz neu ist das Prinzip mittlerweile nicht mehr, aber der Bedarf ist ungebrochen und Nachhaltigkeit ist auch auf dem Smartphone-Markt ein wichtiges Thema geworden. Motorola und auch Google haben ähnliche Projekte am Laufen und finden in umweltbewussten Konsumenten die zukünftige Zielgruppe.

Weitere Konzepte zeigen Trend zu modularen Smartphone auf

Google setzt mit seinem Motorola-Projekt Ara auf ein baukastenähnliches Modell, bei dem verschiedene Teile ebenfalls nach Lust und Bedarf seines Besitzers miteinander kombiniert oder getauscht werden können. Das modulare Smartphone von Google basiert auf einem einfachen Zusammenstecken von den gewünschten Bauteilen, bis das vom User gewünschte Endprodukt entstanden ist. Nach einem ähnlichen Konzept arbeitet auch Phonebloks, das der Niederländer Dave Hakkens entwickelt hat. Hakkens Idee gilt insbesondere dem ökologischen Faktor wie der Dezimierung von umweltbelastendem Müll und der möglichst geringen Schadstoffbelastung.

Hinzu kommt, dass Hakkens mit seinem Baukasten-Smartphone dagegen halten will und eine deutliche Alternative zeigen möchte. Denn sobald ein Smartphone defekt ist und auf dem Müll entsorgt wird, wird sofort ein neues Gerät angeschafft. Das sorgt für steigende Kosten und auch mehr Schadstoffmüll. Hakkens hofft also mit seinem Baukastenprinzip ein dauerhaftes modulares Smartphone für den Markt zu bieten, das auf Nachhaltigkeit setzt. Egal, welches Projekt letztendlich das Rennen macht, es macht deutlich, wie wichtig das Thema ist. Je flexibler die Gestaltung eines solchen Modells wie das des ZTE Eco-Mobius ist, desto langlebiger könnte es sein und damit zu einem gern genutzten Dauergerät für den Benutzer werden.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.