Smartphone laden mit Windturbine
Smartphone laden mit Windkraft verspricht ein derzeitiges Kickstarter-Startup. Bild: Kickstarter

Smartphone-Akku laden mit Windkraft

Wenn der Smartphone-Akku schlappmacht nützt auch das beste Gerät nichts. Daher suchen Erfinder auf der ganzen Welt nach neuen Wegen, um dem eigentlichen Herzstück eines jeden Smartphone-Akkus eine möglichst lange Lebens- oder Durchhaltedauer zu schenken. Bei der bekannten Crowdfunding-Website kickstarter buhlt derzeit ein Projekt mit dem Namen Trinity um Fördergelder – dabei handelt es sich um eine mobile Windturbine, mit der sich Smartphone-Akkus unterwegs aufladen lassen.

Vielversprechende Ansätze von Smartphone-Ladegeräten

Einige interessante Ansätze, die sich ebenfalls mit dem Problem auseinandersetzen, haben es bereits zur Marktreife gebracht. Unlängst hat Veho, ein Hersteller von Smartphone-Zubehör etwa den Pebble Smartstick auf den Markt gebracht. Der Smartstick ist eine Art wiederaufladbares Ladegerät im schlanken und handlichen Design. Seine Kapazität reicht mit 2200 mAh locker für eine ganze Akku-Ladung.

TAG Heuer, ein Schweizer Fabrikant von Luxus-Uhren, geht einen anderen Weg. Er wird mit dem Meridiist Infinite noch im Juli dieses Jahres ein Luxus-Handy (kein Smartphone!) auf den Markt bringen, welches mit Solarzellen bestückt ist und sich dadurch selbständig aufladen wird. Das für die Technologie zuständige Start-Up Sunpartner forscht im Augenblick an Möglichkeiten, die Solarzellen künftig auch in gewöhnlichen Smartphones zu verbauen.

Akkukapazität: 15.000 mAh

Die mobile Windturbine Trinity macht sich mit Windenergie ebenfalls die Natur nutzbar. Im zusammengefalteten Zustand sieht das Gerät aus wie ein etwa 12 Zoll langer Zylinder aus Aluminium. Beim Entfalten offenbaren sich drei Standbeine für den notwendigen Halt und eine Windturbine. Sie bezieht die Energie mithilfe eines 15 Watt-Generators, der den Strom in einen Akku mit einer massiven Nennkapazität von 15.000 mAh leitet. Das Smartphone – oder jedes andere kompatible Gerät – lässt sich über einen USB-Anschluss an der Unterseite anschließen.

Das Gerät wiegt rund 1,8 Kilogramm und wird mit Smartphones der Hersteller Apple, Samsung, HTC, Motorola, LG sowie GoPro kompatibel sein. Darüber hinaus lassen sich auch andere Geräte mit einem USB-Anschluss mit dem Energielieferanten verbinden. Im Januar des kommenden Jahres sollen die ersten Geräte ausgeliefert werden, im darauffolgenden Monat soll Trinity dann in Serie produziert werden. Das Gerät wird aller Voraussicht nach zum Preis von 299 Dollar auf den Markt kommen.

Alles in allem steht nicht zu erwarten, dass Trinity mit seiner Größe von 12 Zoll und seinem Gewicht von 1,8 Kilogramm handlichere Lösungen ersetzen wird, doch für den Gebrauch im Garten oder im Park scheint es durchaus geeignet – dafür spricht auch der Schutz gegen starkes Strahlwasser (IPX6). Das Entwicklerduo – ein Vater-Sohn-Betrieb aus dem US-Bundesstaat Minnesota – hat noch knapp 30 Tage Zeit, um rund 50.000 US-Dollar für das Projekt bei Kickstarter einzusammeln.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.