Samsung Z, das erste Tizen-Smartphone
Das Samsung Z (Achtung: ohne "Galaxy") ist das erste Smartphone mit Samsung-Betriebssystem Tizen. Bild: Hersteller

Samsung Z: erstes Tizen-Smartphone aus Südkorea

Noch in diesem Jahr wird mit dem Samsung Z das weltweit erste Smartphone mit dem hauseigenen Betriebssystem Tizen erscheinen. Damit finden die hartnäckigen Gerüchte rund um den Android-Konkurrenten, die seit dem diesjährigen MWC in Barcelona die Runde machten, endlich ein Ende.

Der Erscheinungstermin wird grob auf das dritte Quartal 2014 veranschlagt. Zunächst soll das Samsung Z in Russland und anderen GUS-Ländern verkauft werden – bei Erfolg soll der Verkauf nach Europa ausgeweitet werden.

Tizen bietet einige Vorteile

Das Tizen-Smartphone Samsung Z wird sich nicht nur durch das Betriebssystem, sondern auch optisch von der Galaxy-Serie von Samsung abheben und deutlich eckiger sein als die Flaggschiff-Serie der Südkoreaner. Das HD-Super-Amoled-Display kommt mit seinen 4,8 Zoll auf eine Auflösung von 1280 mal 720 Bildpunkten. Der Prozessor sorgt für ordentlich Leistung – 2,3 Gigahertz wird der Viertakter aufbringen. Hinzu kommen zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und ein interner Speicherplatz von 16 Gigabyte – erweiterbar auf bis zu 64 Gigabyte.

Doch welche Vorteile erwarten den Käufer eines Tizen-Smartphones? Zunächst einmal steht zu erwarten, dass sich das Samsung Z bei der Akku-Laufzeit positiv bemerkbar macht – dies zumindest ließ sich bereits bei den Smartwatches der Samsung Galaxy Gear-Reihe feststellen, die auf das hauseigene – und auf dem Open-Source-Programm Linux basierende – OS zurückgreifen. Darüber hinaus ist die zugrunde liegende Programmiersprache App-freundlicher, etwaige Fehler können leichter behoben, Updates schneller bereitgestellt werden.

Doch zunächst einmal dürfte die begrenzte Software-Architektur des Samsung Z negativ ins Gesicht fallen. Bislang ist nämlich nur eine begrenzte Zahl an kompatiblen Apps auf dem Markt. Daher kurbelt Samsung den Bekanntheitsgrad und die Attraktivität seines Betriebssystems mit PR-trächtigen Kampagnen und App-Design-Wettbewerben an – und setzt mittelfristig Einiges daran, auch Android-Apps bei sich zum Laufen zu kriegen.

Samsung plant Fernseher und Smartwatches mit Tizen

Der Grund dieser Bemühungen ist die hohe Abhängigkeit des Smartphone-Herstellers von Google. Samsung hofft, durch das eigene Betriebssystem eine höhere Eigenständigkeit zu erlangen. Daher baut es mit dem sogenannten Tizen Store ein eigenständiges Online-Geschäft auf und plant die Ausweitung von Tizen auf weitere Gerätegruppen.

So will Samsung etwa noch in diesem Jahr ein Tizen-Kit für Smart-TVs herausbringen. Die ersten Fernseher auf Grundlage von Tizen sollen bereits 2015 erscheinen. Das Betriebssystem soll die Kommunikation mit anderen Geräten erleichtern. Auch die derzeit heiß gehandelte Smartwatch von Samsung soll mit dem neuen Betriebssystem bestückt werden.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.