Samsung Galaxy Note 3
Samsung Galaxy Note 3: Laut Gerüchten soll es bald eine Variante mit gebogenem Display geben. Bild: Hersteller

Samsung plant Netzhautscanner für Smartphones und Tablets

Nach dem Fingerabdruckscanner als der neusten Errungenschaft im Bereich der Smartphone-Technologie kommt nun allem Anschein nach der Netzhaut-Scanner für das Mobilgerät – so zumindest lässt es die hauseigene Exynos-Chipabteilung von Samsung verlauten. Damit dürfte der utopische Sicherheitsmechanismus, der bislang vor allem in Agentenfilmen zu sehen war, bald auch in den Smartphone-Alltag Einzug halten.

In einem offiziellen Tweet der Samsung Chipsparte @SamsungExynos heißt es hintergründig: „Mit unseren einzigartigen Features kann die Sicherheit verbessert werden“. Auf dem dazugehörigen Bild ist ein Smartphone zu erkennen, welches offensichtlich die menschliche Netzhaut scannt. Das darauf zu erkennende Smartphone ist recht überdimensioniert, was darauf hinweisen könnte, dass die Technik zunächst eher in einem Phablet zum Einsatz kommen wird.

Netzhautscanner beim Samsung Galaxy Note 4?

Klar, dass dieses sorgfältig gestreute Gerücht die gewünschte Wirkung auf die Fan- und Netzgemeinde nicht verfehlt. Schon wird darüber spekuliert, ob der Netzhautscanner vielleicht in das zukünftige Phablet-Flaggschiff, das Samsung Galaxy Note 4, Eingang findet. Schon bald – auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung in Berlin – könnte das Galaxy Note 4 offiziell vorgestellt werden. Damit steht nicht nur in technischer Hinsicht ein Phablet der absoluten Spitzenklasse ins Haus, sondern auch ein wahrer Innovationsträger.

Nach jüngsten Erkenntnissen wird unter der Haube des Note 4 entweder der hauseigene Achtkerner mit dem Namen Exynos 5433 oder der Snapdragon 805 aus dem Hause Qualcomm verbaut, der seines Zeichens zu den derzeitigen Spitzen-Prozessoren zählt. In ersten Benchmarks soll das neue Flaggschiff bereits die 40.000 Punkte geknackt haben. Der Wert gilt derzeit als absolute Spitzenreferenz. Hinzu kommt ein hochauflösendes Display mit 2560 mal 1440 Bildpunkten, eine Kamera mit potenten 16 Megapixeln sowie drei Gigabyte an Arbeitsspeicher.

Sicherheit und Bequemlichkeit vereint

Doch welche Vorteile bietet ein Netzhautscanner dem Smartphone-Nutzer? Ein leichtes Misstrauen ist angebracht, da der Fingerabdruckscanner in vielen Fällen mehr schlecht als recht funktioniert – und alsbald von findigen Mitarbeitern einer Berliner Sicherheitsfirma überlistet wurde.

Hier könnte der Netzhautscanner ansetzen, da dieser einerseits ohne großartigen Mehraufwand für den Kunden eingesetzt werden könnte – im Gegensatz zu PINs oder Entsperr-Mustern –, andererseits einen höheren Sicherheitsstandard aufweist als der Fingerabdruck-Scanner. Dazu bräuchte es schon den Augapfel des bemitleidenswerten Opfers – und dieses Szenario gehört zum Glück einstweilen noch in die Filmwelt.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.