Samsung Galaxy S5
Das Samsung Galaxy S5. Der Nachfolger Galaxy S6 soll sich wieder besser verkaufen. Bild: Hersteller

Samsung Galaxy S5: Lieferschwierigkeiten durch Kamera-Probleme?

Samsung steht unter mächtigem Druck: sämtliche Hersteller von Top-Smartphones wollen ihre Geräte im April auf den Markt bringen – das Flaggschiff Galaxy S5 soll eigentlich am 11. April in die Elektronikläden kommen. Doch nun hat das südkoreanische Unternehmen dem Internetportal Naver zufolge bei der Herstellung der verbauten Kamera mit fehlerhaften Komponenten zu kämpfen – darüber hinaus brannte es in einem Zulieferbetrieb.

Probleme mit der Kamera

Zunächst gab es nach Angaben von südkoreanischen Medien Probleme mit Verzerrungen der Kameralinsen des Samsung Galaxy S5. Kaum war dieser Missstand aus der Welt geschafft, zeigte sich die Versiegelung des Objektivs widerspenstig. Angeblich verhindere ein Konstruktionsfehler, dass der Bildsensor genügend Licht einfängt. Das Resultat ist eine deutlich schlechtere Bildqualität als ursprünglich versprochen. Im Augenblick liegt der Ausstoß einwandfreier Objektive laut einem Bericht von Naver nur bei etwa 20 bis 30 Prozent. Damit müssen im schlimmsten Fall vier von fünf Objektiven aussortiert werden.

Gerade zu Beginn eines Produktionsprozesses ist solch ein hoher Ausschuss eher die Regel als die Ausnahme. Üblicherweise steigt die Produktionsausbeute jedoch im Laufe der Zeit an. Dies ist hier offensichtlich bislang nicht der Fall. Möglichweise wird die Gesamtmenge an lieferbaren Galaxy S5-Smartphones zum Marktstart um ein bis zwei Millionen Stück geringer ausfallen.

Ein anderes Gerücht dreht sich um mögliche Probleme bei der Massenproduktion der Fingerprint-Sensoren, die im S5 verbaut werden sollen. Angeblich soll Samsung nach einigen Anlaufschwierigkeiten zunächst auf Eigenproduktion umgesattelt haben. Mittlerweile verhandeln die Südkoreaner jedoch wieder mit potentiellen Lieferanten von Fingerabdruck-Scannern wie etwa Crucialtec – ein möglicher Hinweis darauf, dass die Produktion in Eigenregie nicht wie gewünscht verlaufen ist.

Großbrand in Zulieferfabrik von Samsung

Kürzlich ist zudem die Fabrik eines Zulieferbetriebes abgebrannt. Samsung ließ dort Leiterplatten für das Galaxy S5 herstellen, der Sachschaden soll sich auf rund eine Milliarde Dollar belaufen. Von den insgesamt geplanten fünf bis sieben Millionen Geräten für den 11. April sollen dadurch zum geplanten Verkaufsstart nur vier bis fünf Millionen fertiggestellt sein.

Mittlerweile hat Samsung ein offizielles Statement zu den Spekulationen rund um die Verkaufsverzögerung abgegeben. Darin heißt es: „Wir erwarten keine Verspätungen in der Produktion des Galaxy S5. Die Gerüchte haben keine Grundlage“. Darüber hinaus verweist Samsung darauf, dass noch andere Fabriken Leiterplatten für das Galaxy S5 herstellen. Demnach ist der offizielle Verkaufsstart am 11. April nicht gefährdet – denkbar wäre aber eine vorläufige Beschränkung auf die Kernmärkte.

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Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.