Motorola Ara, das modulare Smartphone
Ara ist ein Projekt von Google (ehemals Motorola) für ein modulares Smartphone. Bild: Motorola

Project Ara – Modulares Smartphone von Google als Neuentwicklung auf dem Markt

Neues von Google: Das Internet-Unternehmen gab jetzt Einzelheiten über die Entwicklung seines modularen Smartphones bekannt. Demnach soll das Smartphone mit einer offenen Hardwareplattform für verschiedene Module bereits im Jahr 2015 auf den Markt kommen. Die Pläne für die Umsetzung des Project Ara laufen derzeit auf Hochtouren – und die Vorteile für den Nutzer liegen auf der Hand.

Neuer Ansatz bei der Hardware – Technologie mit Vorteilen für den Endverbraucher

Ursprünglich hatte Motorola das Projekt begonnen. Doch seit dessen Verkauf an Lenovo ist Google nun in der federführenden Position beim Project Ara. Die grundlegende Neuerung des Smartphones besteht aus einem sogennaten „Endoskelett“. Dieses Grundmodul wird ungefähr 50 US-Dollar kosten und über WLAN sowie einen Mini-Akku verfügen. Über das Endo, wird es möglich sein, die Aufnahme von einzelnen Modulen nach persönlichem Wunsch zu gestalten. Zum Beispiel kann ein größeres Display, eine Tastatur gewählt oder eine Batterie an das aus Aluminium hergestellte Endoskelett zur Ergänzung eingefügt werden. Weitere Möglichkeiten sind eine Kamera, ein Lautsprecher oder ein schnellerer Prozessor. Eine höhere Nutzungsdauer wird über die innovativen Module erzielbar. Mit diesen Mitteln gewährt das Project Ara seinen Nutzern eine neue Form der Freiheit. Die Module, die über Permanentmagnete am Endoskelett halten, verfügen über eine Dicke von gerade einmal vier Millimetern. Und als vollständiges Telefon wird das modulare Smartphone insgesamt weniger als zehn Millimeter dick sein – dies entspricht ungefähr der Dicke eines Samsung Galaxy S5 oder eines iPhone 5S. Auf den gewohnten Komfort müssen Nutzer also nicht verzichten.

Direkt aus den Laboren – Innovation durch das Project Ara

Das Project Ara entstammt Laboren mit der neuesten Spitzentechnologie mit dem Ziel, den Markt mit Innovationen zu versorgen. Sogar vor der Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen und Universitäten haben die Forscher von Google dabei nicht zurückgeschreckt. „Wir gingen der grundlegenden Frage nach, ob wir für Hardware leisten können, was Android und andere Plattformen für Software getan haben”, so der Projekt-Leiter Paul Eremenko gegenüber dem Magazin „Time“ zu den Hintergründen des Unternehmens. Die Ziele sind hoch gesteckt. Da passt es, dass Google mittlerweile sogar die Einrichtung mobiler Verkaufsstationen erwogen hat.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.