Die Pebble Time ist die erste Smartwatch des Herstellers mit Farbdisplay. Foto: Pebble

Pebble Time: Smartwatch mit Farbdisplay

Pebble, einer der Pioniere auf dem Markt für Wearables, hat mit Pebble Time seine erste Smartwatch mit Farbdisplay vorgestellt. Auf Kickstarter hatte man sich das Ziel von 500.000 Dollar gesetzt – und innerhalb von 20 Minuten erreicht.

Lediglich weitere zehn Minuten dauerte es, bis die Marke von einer Million Dollar genommen wurde. Pebble hatte auch reichlich Reklame gemacht: Seit einer Woche lief auf der Homepage des Smartwatch-Herstellers ein Countdown.

Die neue Pebble Time glänzt nun, endlich mag so manch einer sagen, mit einem Farbdisplay. Das Besondere daran: Wie bereits bei den monochromen Vorgängern, basiert auch das Farbdisplay der Pebble Time auf E-Ink-Technologie. Das bedeutet, so verspricht der Hersteller, dass der Akku locker eine Woche durchhalten soll.

Zumindest auf dem Gebiet dürfte die Konkurrenz von Motorola, Apple, Samsung oder LG große Augen machen. Ihre Smartwatches halten nicht selten weniger als einen Tag durch, bevor sie wieder ans Ladekabel müssen.

Dafür lässt sich die Pebble Time, wie auch schon ihre Vorgänger, nicht über ein Touchdisplay bedienen. Um auf der Uhr zu navigieren, muss sich der User der seitlich angebrachten Knöpfe bedienen.

Erste Pebble mit Spracherkennung

Immerhin eine rudimentäre Spracherkennung beherrscht die Pebble Time. Über das eingebaute Mikrofon können kurze Antworten auf E-Mails oder andere Nachrichten eingesprochen werden. Voice Replies nennt der Hersteller das, funktionieren soll es unter anderem mit WhatsApp, dem Facebook Messenger, Hangouts oder Gmail. Besitzer eines iPhones müssen sich jedoch zunächst nur mit Voice Replies bei Gmail begnügen.

Die Pebble Time soll sich, so verspricht der Hersteller, mit dem iPhone 4s und neuer verstehen, auf dem mindestens iOS8 installiert ist. Bei Android ist eine Version ab 4.0 Voraussetzung, die Uhr soll sich dann mit Smartphones der Hersteller Samsung, HTC, Sony, LG, Google, Motorola, Xiaomi und weiteren verständigen können.

Sehr cool: Besitzer mit ein wenig Kreativität sollen eigene Cover, Docks und Armbänder entwerfen können. Mit der Veröffentlichung der 3D-Daten müssten sich diese dann am heimischen 3D-Drucker ausdrucken lassen.

Timeline sorgt für Ordnung

Eine Art Timeline soll Benachrichtigungen und andere Informationen chronologisch präsentieren. Die an der rechten Seite angebrachten Knöpfe bringen einen sofort zu Ereignissen in der Vergangenheit (oberer Knopf), zu den aktuellen Terminen (Mitte) und zu zukünftigen Ereignissen (unterer Knopf). Insgesamt, so verspricht Pebble, soll die gesamt Benutzeroberfläche frischer und moderner daherkommen, als bei den etwas grauen Vorgängern.

Wer nun Lust auf eines der drei Modelle (schwarzes, rotes oder weißes Gehäuse) der Pebble Time bekommen hat, kann noch bei der Kickstarter-Kampagne mitmachen. Dort kann man sich seine Pebble Time für 159 Dollar reservieren, später im Handel soll sie dann 199 Dollar kosten. Die ersten Exemplare, so verspricht der Hersteller, sollen im Mai ausgeliefert werden. Die über Kickstarter erworbenen Exemplare bekommen als Goodie den Schriftzug „Kickstarter Edition“ eingraviert.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.