Oneplus One
Oneplus One: Der Flaggschiffkiller? Bild: Hersteller

Oneplus One: Der „Flaggschiff-Killer“ offiziell präsentiert

Keine sechs Monate jung, will das chinesische Unternehmen Oneplus gleich die ganz Großen das Fürchten lehren: mit dem gestern frisch vorgestellten Oneplus One übertrumpft es die Top-Smartphones sämtlicher Hersteller – zumindest auf dem Papier. Und das zu einem unglaublichen Kampfpreis von 269 Euro.

Der Zeitpunkt war gut gewählt: Pünktlich zum Verkaufsstart des Samsung Galaxy S5 veröffentlichte Oneplus eine umfassende Datentabelle und verglich darin die harten Fakten seines Erstlingswerks One mit den Platzhirschen der Oberliga. Hinzu kam ein Benchmark, bei dem das One auf dem ersten Platz landete. Daher barg die gestrige Vorstellung in dieser Hinsicht keine Überraschungen – gleichwohl ist die beeindruckende Hardware-Ausstattung einen ausführlichen zweiten Blick wert.

Das Potential zum Game-Change

Das 5,5 Zoll große LTPS-Display von JDI bietet eine Full-HD-Auflösung von 1.920 mal 1.080 Bildpunkten bei einer Pixeldichte von 401 ppi. Das Smartphone wird vom Snapdragon-801-Prozessor von Qualcomm angetrieben – mit einer Taktfrequenz von 2,5 Gigahertz gehört er derzeit zu den schnellsten Prozessoren auf dem Markt. Unterstützt wird die CPU von satten 3 Gigabyte Arbeitsspeicher. Auch der interne Speicher fällt mit 16 Gigabyte sehr großzügig aus – allerdings lässt er sich nicht via microSD-Karte erweitern. Es besteht jedoch die Möglichkeit, für einen mehr als fairen Aufschlag von 30 Euro direkt auf die 64-Gigabyte-Ausführung des Smartphones zurückzugreifen. Ein leistungsfähiger Akku mit einer Kapazität von 3100 Milliamperestunden übernimmt die Stromversorgung.

Die Hardware ist in einem sehr flachen Gehäuse aus Magnesium untergebracht, das ähnlich wie bei der Stilikone HTC One (M8) nach außen hin dünner wird und an den Rändern lediglich 4,6 Millimeter misst. Das Gerät ist in den Farben Silikonweiß sowie Sandsteinschwarz erhältlich.

Auf der Rückseite sorgt eine von Sony hergestellte 13-Megapixel-Kamera mit Dual-LED-Blitz und ganzen sechs Linsen (Sony Exmor IMX214) für brillante Bilder und Videos. Letztere lassen sich in 4K-Ultra-HD-Auflösung aufnehmen, selbst Aufnahmen in Zeitlupe (120 Bilder pro Sekunde) sind damit möglich. Selbst die Frontkamera nimmt mit gleichsam ansehnlichen 5 Megapixeln auf.

Ab Werk mit CyanogenMod 11

Als Betriebssystem ist die auf Android 4.4.2 KitKat basierende Open-Source-Software CyanogenMod 11 vorinstalliert. CynagenMod wird bei Kennern der Szene für seine schnelle Bereitstellung von Updates durch die Software-Community geschätzt. Auch ist der Schutz der Privatsphäre dort umfangreicher als bei den Betriebssystemen der Konkurrenz. Zudem wird Oneplus eine Laufzeit für Updates von zwei Jahren garantieren.

Auf Basis dieser Software hat Oneplus seinem Smartphone einige sinnvolle Features spendiert. Genau wie bei HTC oder LG lässt sich das Gerät durch einen doppelten Fingertipp auf das Display aus dem Schlafmodus aufwecken. Laut Hersteller lässt sich der Touchscreen auch mit nassen Fingern problemlos bedienen. Eine mehrfarbige LED mach auf Wunsch auf Benachrichtigungen aufmerksam.

Ab dem kommenden Freitag sind die ersten 100 Geräte im Rahmen einer PR-lastigen Sonderaktion für ausgewählte Käufer erhältlich. Noch ist unklar, wann das Gerät in üblichen Stückzahlen auf den Markt kommt. Bis zum ersten Praxistest sollten die überragenden Spezifikationen noch mit Vorsicht genossen werden, da die nichts über die endgültige Produktqualität aussagen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.