Mozilla Flame, das Firefox-OS-Smartphone
Mozilla Flame ist das erste Referenz-Smartphone mit Firefox OS. Bild: Hersteller

Mozilla Flame: Referenz-Smartphone für Firefox OS kommt im zweiten Quartal

Neues von Mozilla: Der Software-Macher will schon im zweiten Quartal 2014 ein Referenz-Smartphone für seine Benutzeroberfläche Firefox vorlegen. Das Gerät soll unter der Bezeichnung Mozilla Flame auf den Markt kommen und rund 170 US-Dollar kosten.

Damit präzisiert Mozilla seine Ankündigung während des Mobile World Congress im Februar dieses Jahres. Das Smartphone wird von einem Snapdragon 200-Prozessor mit zwei Kernen angetrieben und soll mit 1,2 Gigahertz takten. Unterstützt wird der Prozessor bei seiner Arbeit von einem 1 Gigabyte starken Arbeitsspeicher. Mozilla spendiert dem Flame auch eine Dual-SIM-Unterstützung.

Smartphone für Software-Entwickler

Als besonderes Feature lässt sich der Arbeitsspeicher wahlweise auf bis zu 256 Megabyte drosseln – damit können Softwareentwickler die Funktionsfähigkeit ihrer selbstentwickelten Anwendungen auch für schwächere Geräte testen. Allerdings steht zu erwarten, dass dieses an sich sinnvolle Feature von der rasanten Hardware-Entwicklung der Branche schnell überholt wird – kaum ein Gerät hat heutzutage weniger Arbeitsspeicher als ein Gigabyte. Der interne Speicherplatz beläuft sich auf acht Gigabyte.

Das 4,5 Zoll große Display löst mit 854 mal 480 Pixeln auf. Der Akku kommt auf eine Kapazität von 1800 Milliamperestunden. Auf der Rückseite des Geräts will Mozilla eine 5-Megapixel-Kamera verbauen, die Vorderseite ist mit einer 2-Megapixel-Kamera bestückt.

Mozilla setzt auf Erfahrung von T2Mobile

Beim Hersteller des Mozilla Flame handelt es sich um T2Mobile, eine Tochterfirma des chinesischen TCL-Konzerns. Das Unternehmen entwickelte mit dem Alcatel One Touch Fire bereits in der Vergangenheit ein erstes Smartphone mit Firefox-Benutzeroberfläche. Dieses wusste jedoch durch seine schwächliche Hardware kaum zu überzeugen. Auch das Mozilla Flame wird Hardware-Fanatiker kaum für sich begeistern können.

Auf das obere Preissegment oder eingefleischte Smartphone-Nutzer hat es Mozilla ohnehin nicht abgesehen – das Duopol aus iOS und Android ist viel zu stark. Stattdessen zielt das Unternehmen mit dem Mozilla Flame auf das Einsteigersegment und auf bisher unterentwickelte Märkte.

Auch die Entwicklerfreundlichkeit könnte sich als Vorteil erweisen: Die Benutzeroberfläche Firefox setzt auf Innovationen aus den Netz. Mozilla hofft, auf diese Weise den reichgefüllten App Stores der Konkurrenz entgegentreten zu können. So werden einige Entwickler sicherlich in das Firefox OS Phone for Apps-Programm aufgenommen, in dessen Rahmen sie ein kostenloses Mozilla Flame erhalten und im Gegenzug bei der Programmierung ihrer Anwendungen unterstützt werden. Laut Mozilla lässt sich das Smartphone schon bald vorbestellen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.