Motorola Moto E
Das Motorola Moto E ist das neue günstige Einsteiger-Modell von Motorola. Bild: Screenshot Youtube

Motorola Moto E: Das günstige Smartphone

Mit dem Moto G hat der US-Amerikanische Hersteller Motorola einen großen Überraschungserfolg gelandet, das Einsteiger-Smartphone wurde zu einem echten Verkaufsschlager. Nun könnte das zukünftige Tochterunternehmen von Lenovo an diesen Erfolg anknüpfen: in den kommenden Wochen soll mit dem Motorola Moto E ein neues Smartphone zum Niedrigpreis auf den südamerikanischen Markt kommen.

Auf den Erfolg des Motorola Milestone aus der Android 2.0-Ära folgte zunächst eine lange Durststrecke. Erst das Moto G konnte mit solider Technik und einem Kampfpreis von gerade einmal 170 Euro für die 8 Gigabyte Variante auf sich aufmerksam machen. Für Smartphones mit einer vergleichbaren Ausstattung musste der Kunde zu diesem Zeitpunkt knapp das Doppelte berappen. Das Moto E wird das erste Smartphone unter dem neuen Hybrid-Label „Motorola by Lenovo“ sein. Im Februar hatte Lenovo den einstigen Handy-Primus für 2,9 Milliarden US-Dollar von Google abgekauft.

Moto E als kleiner Bruder des Moto G

Ein Blick auf die technischen Spezifikationen zeigt, dass das Moto E durchaus als kleiner Bruder des Moto G gehandelt werden könnte: Das Display weist eine Diagonale von 4,3 Zoll auf – nur geringfügig kleiner als das Moto G mit 4,5 Zoll. Die Auflösung ist bislang nicht bekannt, doch ein Blick auf vergleichbare Smartphones aus dem Preissegment lässt 960 mal 540 Bildpunkte plausibel scheinen.

Beim Prozessor steht ebenfalls eine minimale Verringerung gegenüber dem großen Bruder ins Haus. So wird aller Voraussicht nach ein 1,2 Gigahertz Dual-Core-Prozessor von Snapdragon den Weg in das Smartphone finden. Der Arbeitsspeicher bleibt derweil bei soliden 1 Gigabyte – eine gute Entscheidung, denn viele Hersteller von Niedrigpreis-Smartphones sparen ausgerechnet an dieser sensiblen Stelle. Auch der Speicherplatz ist mit 4 Gigabyte durchaus zufriedenstellend. Fall das nicht reicht, so steht zu erwarten, dass Motorola einen Eingang für MicroSD-Karten in dem neuen Gerät verbauen wird.

Die Frontkamera des Moto G wird bei der abgespeckten Variante zwar gestrichen, dafür bleibt die Kamera auf der Rückseite erhalten – mit einer Auflösung von 5 Megapixeln sicherlich nicht das schlechteste Modell auf dem Markt. Die Laufzeit des Akkus wird mit 1900 mAh angegeben. Fast schon Tradition bei Motorola: auch das Moto G wird die Werkhalle mit einer unveränderten Version 4.4 (KitKat) des Betriebssystems Android verlassen.

Konkurrenz zum Vorbesitzer Google?

Das Smartphone soll zuerst in Mexiko und in Brasilien erscheinen. Ein brasilianischer Vertrieb listet das Gerät bereits in einer schwarzen und einer weißen Version in seinem Angebot. In Mexiko wird das Moto G rund 2999 Pesos kosten – umgerechnet sind das knapp 170 Euro, angesichts des exorbitant hohen Preisniveaus für Elektronikgeräte in dem Land scheint das nicht viel. In den USA soll das Gerät ersten Prognosen zufolge für nur rund 100 US-Dollar erhältlich sein. Sowohl der Preis als auch die angepeilten Märkte in Schwellenländern weisen darauf hin, dass Motorola in der Zielgruppe des Vorbesitzers Google wildern möchte, der mit der Nexus-Reihe ebenfalls auf Smartphones im Niedrigpreis-Segment setzt.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.