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Microsoft McLaren: Lumia-Smartphone mit Gestensteuerung

Nein, beim Microsoft McLaren handelt es sich nicht um eine Zusammenarbeit zwischen einem Smartphone-Hersteller und einer Automarke. Vielmehr plant Microsoft hier kurz nach der erfolgreichen Übernahme des Handy-Pioniers Nokia sein erstes Spitzenmodell. Das Microsoft McLaren soll Gerüchten zufolge mithilfe von Gesten gesteuert werden können und schon im November diesen Jahres erscheinen.

Das Microsoft McLaren bildet dabei nur die Speerspitze einer breit angelegten Hardware-Initiative des Software-Giganten Microsoft. So sind mit dem Lumia Icon – auch als Lumia 929 – und dem Lumia 930 zwei weitere Spitzenmodelle geplant.

3D-Gesten als innovatives Feature

Das innovativste Feature des McLaren dürfte dabei die Unterstützung von 3D-Gesten sein. Möglich wird dies durch das Update auf Windows Phone 8.1 GDR (General Distribution Release 1). Ursprünglich sollte bereits Windows Phone 8.1 über 3D-Gesten gesteuert werden können.

Dabei profitiert Windows von seiner Expertise im Bereich Bewegungssteuerung, die der Konzern bereits bei der Bewegungssteuerung Kinect einsetzen konnte, etwa bei Kinect für die Spielekonsole Xbox 360. Somit würde es künftig nicht mehr notwendig sein, auf dem Bildschirm herumzudrücken. Stattdessen würden 3D-Sensoren erkennen, wenn eine virtuelle Kachel angetippt wird.

Spagat zwischen Exklusivität und Ausbau

Laut Microsoft ist das 3D-Feature zunächst nur für die hauseigenen Smartphones geplant – Windows Phones von anderen Herstellern wie Samsung oder HTC gingen zunächst einmal leer aus. Mit dieser Art von Alleinstellungsmerkmal erhofft sich das Unternehmen steigende Absatzzahlen auf dem umkämpften Markt. Bislang kommen Windows Phones lediglich auf einen Marktanteil von 8 Prozent. Gleichzeitig ist Microsoft daran interessiert, möglichst viele Softwareentwickler an Bord zu bekommen, um die zahlreichen Nutzungsmöglichkeiten in Apps und vor allem in Spielen zur Geltung zu bringen – ein schwieriger Spagat zwischen Exklusivität und Ausbau.

Im Smartphone-Bereich sind die Nutzungsmöglichkeiten indes äußerst vielfältig. So könnten Anrufe etwa dadurch entgegengenommen werden, dass das Microsoft McLaren einfach ans Ohr gehalten wird. Sobald das Smartphone auf den Tisch gelegt wird, schaltet sich automatisch der Lautsprecher ein, beim Einstecken des Geräts wird der derzeitige Anruf beendet.

Zusätzliche Sensoren erkennen zudem, wie das Gerät gehalten wird – dadurch dürfte die nervige Angewohnheit der aktuellen Smartphones, die Bildschirmausrichtung bisweilen spontan zu verändern, bald der Vergangenheit angehören.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.