Meizu MX3
Das Meizu MX3 ist das neue Smartphone-Flaggschiff des chinesischen Herstellers Meizu. Bild: Hersteller

Meizu MX3: Chinesen starten weltweite Smartphone-Offensive

Der chinesischer Smartphone-Hersteller Meizu startet dieser Tage mit dem Verkauf seines neuen High-End-Smartphones Meizu MX3. Das Smartphone ist weltweit ohne Versandkosten mit der hauseigenen Benutzeroberfläche Flyme erhältlich – insbesondere der günstige Preis könnte das MX3 dabei zu einer echten Alternative machen.

Endlich lässt sich das MX3 in den Farben Schwarz und Weiß über den hauseigenen Meizumart nun auch nach Deutschland ordern – dabei gönnt sich Meizu einen kleinen Seitenhieb auf die landeseigene Konkurrenz in Form des Oneplus One. Der selbsternannte „Flaggschiff-Killer“ löste heftige Kritik aus, da sich herausstellte, dass die Smartphones zunächst nur auf Einladung ausgewählter Kunden erhältlich sind. Der interessierte Kunde liest nun im Webshop von Meizu die süffisante Bemerkung, dass das Meizu MX3 „ohne Einladung“ bestellt werden könne. Bislang war das Vorzeige-Smartphone von Meizu ausschließlich im asiatischen Raum erhältlich.

Ordentliche Hardware im Meizu MX3

Dabei stehen die Zeichen günstig, dass das Meizu MX3 den Platzhirschen unter den Oberklasse-Smartphones ernsthafte Konkurrenz machen wird. Das 5,1 Zoll große Display löst mit beeindruckenden 1.800 mal 1080 Bildpunkten auf. Für die Performance entschied sich das chinesische Unternehmen für einen Prozessor aus dem Hause Samsung. Der Vierkernprozessor mit der Bezeichnung Exynos 5 sorgt für eine ansprechende Performance. Er basiert auf der Cortex-A15-Architektur, die als Grundlage für die kommenden 64-Bit Chipsätze dient. Zu dem Prozessor gesellen sich satte zwei Gigabyte Arbeitsspeicher.

Stark modifizierte Flyme Benutzeroberfläche

Auf der Rückseite befindet sich eine 8-Megapixel-Hauptkamera von Sony mitsamt Bildstabilisator. Die Front wird von einer 2-Megapixel-Kamera für Videotelefonie besetzt. Das Meizu MX3 bietet fast die gesamte Bandbreite an Mobilfunkstandards wie etwa Zweiband-WiFi, Miracast, Bluetooth 4.0, HSPA+ sowie GPS. Auf den neuesten LTE-Standard muss der Smartphone-Kunde leider verzichten, dafür gibt es die Möglichkeit zur Nahfeldkommunikation (NFC).

Hinzu kommt ein Akku mit einer Nettokapazität von 2400 Milliamperestunden. An internen Speicher verpasst Meizu dem Oberklasse-Smartphone eine Auswahl von 16, 32 und 64 Gigabyte. Ursprünglich hatte das Unternehmen sogar eine 128-Gigabyte-Variante versprochen, doch diese taucht im Meizumart nicht auf.

Auch die Software ist einen genaueren Blick wert: Bei Flyme OS handelt es sich um eine sehr stark modifizierte Version von Android. Derzeit basiert die Engine noch auf Android Jelly Bean, doch der Hersteller wird sein Flaggschiff wohl in Kürze auf KitKat aufrüsten. Trotz der Modifikation sind die gängigen Google-Dienste auch auf dem Meizu MX3 vorhanden.

Das MX3 ist in der 16-Gigabyte-Ausführung für 399 Dollar, also derzeit unter 300 Euro zu haben. Die Lieferzeit beträgt zwischen fünf bis sieben Tagen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.