LG G3
Das neue LG G3 sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch in verschieden Farben verfügbar. Bild: Hersteller

LG G3: Neuer Smartphone-Platzhirsch offiziell vorgestellt

Das lange Warten hat endlich ein Ende: Nach zahllosen Gerüchten und Leaks rund um das LG G3 hat der Hersteller gestern offiziell den Nachfolger des LG G2 vorgestellt Das G3 überzeugt mit ordentlicher Leistung, edler Verarbeitung und sinnvollen Software-Features.

Der extrem schmale Displayrahmen sticht sofort ins Auge – dadurch ist das LG G3 trotz seines großen 5,5-Zoll-Bildschirms nur unwesentlich größer als der Hauptkonkurrent Samsung Galaxy S5 und bewegt sich mit einer Dicke von 8,9 Millimetern in der selben Kategorie wie vergleichbare Flaggschiffe. Dabei ist es mit seinen knapp 150 Gramm für seine Größe ein ausgesprochenes Leichtgewicht. Durch die leicht abgerundeten Ränder liegt das Smartphone angenehm in der Hand. Das Design des Gehäuses wirkt wie gebürstetes Aluminium und folglich sehr edel. Allerdings handelt es sich um ein rutschfestes Kunststoffimitat – das tut dem sexy Aussehen zwar keinen Abbruch, könnte aber bei dem ein oder anderen Nutzer zunächst für ein wenig Irritation sorgen.

Enorm hohe Pixeldichte – bis zu zwei Terrabyte

Das Display des LG G3 löst mit satten 1440 mal 2560 Bildpunkten auf und kommt damit auf eine Pixeldichte von 538 ppi. Insgesamt ist die Bildschirmqualität sehr scharf und hell. Doch ab etwa 300 ppi können in der Regel keine einzelnen Pixel mehr wahrgenommen werden, stattdessen steigen der Arbeitsaufwand des Grafikchips und der Stromverbrauch.

Allerdings müssen sich Nutzer des LG G3 in dieser Hinsicht keine Sorgen machen: Der austauschbare Akku (nebst SD-Karten-Slot für zusätzlichen Speicherplatz bis zu zwei Terra(!)byte) auf der Rückseite kommt auf eine Kapazität von 3000 Milliamperestunden. LG hat einige Features zum Stromsparen wie etwa „Adaptive Framerate“, „Adaptive Clocking“ und „Adaptive Timing“ auf die Software geladen – damit soll der Akku im Vergleich zum Vorgänger rund 20 Prozent länger durchhalten.

LG G3 kommt zu früh für den Snapdragon 805

Die verbauten Chipsätze bieten ebenfalls solide – wenn auch nicht überragende – Leistung. So hoffte die Fangemeinde, dass die Zeit bis zum Release reichen würde, um den neuen Snapdragon 805-Prozessor in dem LG G3 zu verbauen. Das ist nicht gelungen, und so werkelt ein Snapdragon 801 unter der Haube, der auch in den Flaggschiffen der Konkurrenz zum Einsatz kommt. Er kommt auf eine Taktrate von 2,5 Gigahertz.

Ansonsten bietet LG seinen neuen Smartphone-Star in zwei Varianten an: Das Modell mit 32 Gigabyte internen Speicher und einem massiven Arbeitsspeicher von drei Gigabyte gibt es für 599 Euro, die abgespeckte Variante mit 16 Gigabyte Speicher und immer noch flinken zwei Gigabyte RAM kostet 549 Euro – die Verführung, zum großen Modell zu greifen, dürfte angesichts des geringen Preisunterschiedes recht hoch sein. Beide Geräte kommen mit einer 13-Megapixel-Kamera mitsamt optischem Bildstabilisator, Dual-Blitz und superschnellem Autofokus ins Haus.

Auch bei der Bedienung hat sich das Entwicklerteam des LG G3 einige Gedanken gemacht: ein übersichtliches Menü mit flachen Grafiken und hellen Farben, sinnvolle Funktionen wie Smart Notice oder auch die aus dem LG G2 bekannte Klopffunktion zum Aufwecken aus dem Ruhemodus finden sich auf der Oberfläche (Android 4.4.2) wieder.

Insgesamt hat das LG also locker das Potential, sich auf den ersten Platz der Smartphone-Platzhirsche vorzukämpfen. In Deutschland erscheint das LG G3 voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli in den Farben Schwarz, Weiß und Gold.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.