Kazam Thunder Q 4.5
Wir haben das Kazam Thunder Q 4.5 getestet. Foto: Hersteller

Kazam Thunder Q4.5 im Test

Das britische Startup Kazam plante jüngst die Übersiedelung auf den Smartphone-Markt des Festlandes – und stellte zu diesem Zwecke eine ganze Palette an Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones vor. Das Kazam Thunder Q4.5 bietet ordentliche Features zum günstigen Preis von knapp 150 Euro.

Auf den ersten Blick weiß das Design zu überzeugen: Mit seiner Rückseite aus mattiertem Plastik schmiegt sich das Smartphone angenehm in die Handinnenfläche und sorgt dafür, dass es sich wertiger anfühlt, als der Kampfpreis vermuten lässt. Darüber hinaus wirkt das Gehäuse äußerst robust verarbeitet und ist dazu sehr kratzfest. Das gibt einen Pluspunkt in Hinsicht auf die Lebensdauer.

Äußerst geringe Auflösung

Das Display ist 4,5 Zoll zwar ausreichend groß, allerdings kommt es lediglich auf eine Auflösung von 854 mal 480 Bildpunkten. Das ist nicht nur angesichts der Display-Größe viel zu wenig. Ein anerkanntes Minimum sind 960 mal 540 Bildpunkte. Dafür ist der Bildschirm sehr kontrastreich und auch für den Außenbereich ausreichend hell.

Unter der Haube kommt ein alter Bekannter zum Einsatz: Der Vierkernprozessor aus dem Hause Mediatek sorgt für eine ausreichende Taktfrequenz von 1,3 Gigahertz. Hinzu kommt ein Arbeitsspeicher von einem Gigabyte Größe. Das reicht für die meisten Standardanwendungen und ist angesichts des Preises vollkommen in Ordnung.

Speicherplatz beträgt nur ein Gigabyte

An der falschen Ecke spart Kazam dann allerdings beim Speicherplatz. Sage und schreibe ein ärmliches Gigabyte spendieren die Briten dem Thunder Q4.5. Zwar schafft eine handelsübliche SD-Karte Abhilfe, indem sie den potentiellen Speicherplatz auf bis zu 32 Gigabyte erweitert. Über die „App2SD“-App ist es auch möglich, Apps auf die Speicherkarte zu ziehen – allerdings dürfen diese nicht größer als der verfügbare Festspeicher sein, da sie sich sonst nicht installieren lassen. Platzintensive Anwendungen wie etwa Spiele lassen sich also nicht installieren.

Auch der Akku scheint unter dem großen Preisdruck gelitten zu haben. Nach nur acht Stunden Laufzeit muss das Thunder Q4.5 wieder aufgeladen werden – für den kleinen und an sich sparsamen Bildschirm hätte sich der Benutzer durchaus eine längere Laufzeit als Trostpflaster gewünscht. Zu guter Letzt hat Kazam auf der Rückseite eine Kamera mit acht Megapixeln verbaut, die jedoch nur auf dem Papier zu überzeugen vermag.

Insgesamt richtet sich das Thunder Q4.5 vor allem an absolute Einsteiger, die wenig Platz brauchen und sich vor allem am Preis orientieren – allen anderen dürften die wichtigen Stellschrauben doch zu sehr fehlen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.