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Die Produktpalette der Apple-Stores könnte schon bald um ein weiteres Highlight erweitert werden. Foto: Apple

iPhone 6: Das neue Apple-Smartphone soll nur 5,5 Millimeter dick sein

Das iPhone 6 soll gerade einmal 5,5 Millimeter dick sein. Verkündet hat dies unlängst Apple-Kenner und Blogger Sonny Dickson via Twitter. Er mutmaßt weiter, dass das Smartphone von Apple über einen Ultra Retina-Bildschirm und einen 2,6 Gigahertz starken Prozessor verfügen solle. Was ist dran an den Gerüchten? Ein kleiner Faktencheck.

Spekulationen übers iPhone 6 – Das spricht dafür

Die Angaben zur Dicke des iPhone 6 von 5,5 Millimetern dürfte da den Tatsachen schon etwas näherkommen. Der chinesische Hersteller Gionee Mobile hat erst kürzlich auf dem Mobile World Congress sein Smartphone Elife S5.5 vorgestellt – seine Stärke beträgt genau 5,5 Millimeter, was auf einen grundsätzlichen Trend auf dem Smartphone-Markt hinweisen könnte. Dazu kann bei Apple die generelle Tendenz beobachtet werden, die Produkte so dünn wie möglich zu gestalten. Schon das iPhone 5 zeigte sich gegenüber seinem Vorgängermodell deutlich schlanker. Glauben schenken mag man Dickson auch beim Thema Retina-Bildschirm: Ohnehin besteht branchenweit die Erwartung, Apple werde zukünftig das Display seines iPhone vergrößern. Daraus kann plausibel auf eine höhere Auflösung bereits beim iPhone 6 geschlossen werden. Die von Dickson prognostizierte Pixeldichte liegt bei 389 ppi – dem stehen 326 ppi bei der aktuellen Version gegenüber. In diesem Falle wäre auch die Bezeichnung „Ultra“ in Bezug auf den Bildschirm schlüssig. Doch weil Apple schon einmal den Bildschirm vergrößerte, ohne zugleich die Pixelzahl zu erhöhen, bleibt die Skepsis gegenüber den Aussagen des Australiers Dickson zum iPhone 6 grundsätzlich auch hier angebracht.

Spekulationen übers iPhone 6 – Das spricht dagegen

Der Wahrheitsgehalt der Aussagen über die Einzelheiten des iPhone 6 bleibt zunächst einmal unklar. Treffen die Detailinfos zu oder hat sie Dickson frei erfunden? Dafür, dass es sich lediglich um einen Spaß handelt, spricht die Verwendung der Formel „Just saying“, die Dickson verwendet hat. Das ist eher ein Hinweis auf Mutmaßungen als auf eine eindeutige Faktenlage. Und es sind vor allem die von Dickson gelieferten Informationen zur Taktfrequenz des A8-Chips vom iPhone 6, die nachdenklich machen: Zwar ist bei einer Frequenz von 2,6 deswegen Skepsis angebracht, weil der aktuelle iPhone-Prozessor mit gerade einmal 1,29 Gigahertz taktet. Das wäre folglich eine Verdoppelung der Leistung des Smartphones. Die technische Umsetzung ist Apple zwar zuzutrauen, doch warum sollte das Unternehmen mit dem iPhone 6 das Risiko eines wesentlich höheren Stromverbrauches und einer stärkeren Wärmeentwicklung eingehen? Dies wäre doch eher unwahrscheinlich.

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Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.