Das neue Android-Update 4.4 Kitkat
Android 4.4 Kitkat (genauer Android 4.4.4) ist die aktuelle Android-Version. Foto:Android

Googles Probleme bei der Android-Update-Auslieferung

Obwohl Google bereits vor drei Monaten das aktuelle Android-Update 4.4 Kitkat veröffentlicht hat, ist das Betriebssystem lediglich auf 1,8 Prozent aller Android-Geräte installiert; fast jeder Vierte benutzt noch das stark veraltete Android 2.3 Gingerbread. Dagegen ist die neue iOS-Version 7 bereits auf drei von vier iPhones installiert. Google will diesem Problem jetzt entgegentreten und Entwickler zur Bereitstellung von Updates bewegen.

Mit dem sogenannten Problem der „Fragmentierung“ haben vor allem betagte Android-Geräte zu kämpfen. Während Google seine eigenen Geräte so schnell wie möglich versorgt, werden ältere Smartphones durch antiquierte Betriebssystem-Versionen Sicherheitsrisiken ausgesetzt. Die Ausbreitung mehrerer Systeme hat zudem den Nachteil, dass App-Entwickler ihre Programme für eine jede Android-Version anpassen müssen. Zuletzt sind viele bereitgestellte Updates fehlerhaft und funktionieren nicht korrekt, wie zum Beispiel bei der Bereitstellung von Android 4.3 für das Samsung Galaxy S3.

Google will jetzt härtere Maßnahmen durchsetzen, um andere Hersteller zur Auslieferung eines Android-Updates zu zwingen. So sollen neue Geräte für die Google Mobile Services (GMS) zertifiziert werden müssen. Sollte ein Hersteller die Zertifizierung ablehnen, dürfe dieser keine Google-Services wie Maps, Gmail oder Hangouts auf dem Smartphone anbieten. Auch ein Zugang zum Google Play Store soll den Telefonen dieser Hersteller verwehrt bleiben.

Ein Zulassungsfenster gibt die Update-Zeitspanne mit 9 Monaten an. Ab Ende April müsste so mindestens Android 4.3, ab Ende Juli mindestens Android 4.4 auf den zertifizierten Geräten installiert sein.

Android 4.4 Kitkat als neues Universal-Android

Die Diskrepanz zwischen den verschiedenen Versionen ist vor allem in Entwicklungsländern frappierend, da dort viele leistungsschwache Smartphones noch mit dem leistungsschonenden Android 2.3 laufen. Google will nun solche älteren Smartphones mit dem ebenfalls ressourcenschonenden Android 4.4 ausstatten. So kann das neue Update auf Telefonen mit lediglich 512 MB Arbeitsspeicher installiert werden. Vor allem im Gegensatz zu Android 4.3 ist es speicherschonender.

Der Android-Markt könnte sich so radikal ändern. Einige Billig-Smartphones könnten vom Markt verschwinden, die nicht potent genug für die neuste Android-Version sind. Viele Hersteller bewerben neue Smartphones mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis, die jedoch als Einschränkung niemals ein Android-Update spendiert bekommen. Mit Googles neuer Strategie wäre dies nur noch mit solchen Nachteilen verbunden, dass sich viele Kunden den Kauf eines solchen Geräts überlegen würden.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.