Motorola Moto 360 Smartwatch
Die Motorola Moto 360 Smartwatch wird mit Google Android Wear laufen. Bild: Hersteller

Google Android Wear für Smartwatches wird noch für 2014 erwartet

Mit Google Android Wear erschließt Google einen neuen Markt: Mit neuen Android-Uhren soll nun der Anfang im Segment der Wearables gemacht werden. Nutzern des Smartwatch-Betriebssystems von Google dürfte (und soll) vieles bekannt vorkommen und an einige Funktionen von Android-Smartphones erinnern. Wir stellen Google Android Wear vor.

Blick in die Zukunft – Die Google Android Wear

Sein Vorhaben hat Google während eines Podiumsgesprächs auf dem South-by-Southwest-Festival gelüftet. Hier gab Sundar Pichai, Chef von Google Android, preis, das Portfolio von Google um einen wichtigen Wirkungsbereich erweitern zu wollen. Schon in Kürze setze das Unternehmen auf Geräte, die am Körper getragen werden. Die Smartwatches werden innerhalb des Projektes „Android Wear“ entwickelt, um den rückläufigen Zahlen im Segment der Smartphones entgegenzusteuern. Daher besitzt der Weltkonzern gerade bei der Google Android Wear sehr hohe Erwartungen. Davon konnte Augenzeuge werden, wer die Hightech-Messe CES besucht hatte. Hier galten die Smartwatches neben der Google Glass und dem Fitness-Trackern als großer Trend der nächsten Jahre.

Details zu Herstellung und Funktion der Google Android Wear

Die Herstellung der Hardware für die Google Android Wear wird über Outsourcing abgewickelt. Damit hatte Google bereits bei seinen Smartphones und Tablets gute Erfahrungen gesammelt. So verfügen die Hersteller über Freiräume bei der individuellen Gestaltung der Geräte, erhalten jedoch Vorgaben hinsichtlich sämtlicher Funktionen. Hinter dieser Erfolgsformel steht auch bei der Google Android Wear ein klarer Anspruch, wie David Singleton kürzlich in einem konzerneigenen Video verriet: Es gehe nicht nur um eine einzige Uhr, Google plane vielmehr, sich mit den Wearables breit aufzustellen, was erst mit Hilfe verschiedener Partner möglich werde. Zu den Firmen, mit welchen eine Zusammenarbeit aufgenommen werde, gehören die Konzerntochter Motorola sowie Samsung und HTC.

Die hohe Erwartungshaltung von Google spiegelt sich in der geplanten Ausstattung wider. So wird die Google Android Wear mit einem Benutzer-Interface versehen sein, das über die vom Smartphone bekannten Wisch-Gesten reguliert werden kann. Weiter werden User die Möglichkeit erhalten, sich Wetterdaten, Termine oder Fahrtzeiten auf den Bildschirm zu holen. Auch die Sprachsteuerung per Google Android Wear ist keine Neuerung: Sie gehört bereits bei Google Now zum Repertoire.

Bis zum Erwerb der Google Android Wear werden sich Kunden jedoch noch gedulden müssen. Erst gegen Ende des Jahres wird die Markfähigkeit laut Google erwartet. Allerdings wurden bereits die Android-Wear-Smartwatches Motorola Moto 360 und LG G Pad vorgestellt. Bis dahin verbleibt nur die Möglichkeit, mit den Vorschauversionen für Entwickler einen Blick hinter den Vorhang zu werfen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.