PaperFold, das faltbare Smartphone
PaperFold ist der Prototyp eines faltbaren Smartphones mit E-Ink-Displays. Bild: Hersteller

Faltbare Smartphone-Displays: Wann kommen Sie?

Findige Start-ups und namhafte Smartphone-Hersteller tüfteln gleichermaßen an faltbaren Smartphone-Displays. Die technischen Grundlagen sind zwar schon in der Theorie entwickelt, bis zur Marktreife dürfte allerdings etwas Zeit vergehen. Doch wie lange wird es noch dauern, bis sich jedes noch so große Smartphone zusammengeklappt in die Hosentasche stecken lässt?

Klar ist, dass derjenige Hersteller, der als erster ein Smartphone mit flexiblen Display auf den Markt bringt, einen gewaltigen Innovationsvorsprung haben wird – Apple hat es mit dem Touchpad seines iPhones vorgemacht. Daher verwundert es nicht, dass sowohl Samsung als auch Microsoft bereits Patentanträge eingereicht haben, um ihre Ideen für faltbare Smartphone-Displays zu schützen.

Samsung und Apple: Erfahrung mit faltbaren Smartphone-Displays

Bei Apple hört der Patentschutz auf den Namen „Flexible Display Devices“ und soll bei Smartphone-, Tablet- und Uhrendisplays angewendet werden. Auch Samsung hat jüngst – gegen Ende des vergangenen Jahres – ein Patent für flexible und faltbare Tablet- und Smartphone-Displays erhalten.

Tatsächlich hat Samsung bereits viel Erfahrung in dem Bereich sammeln können: Schon 2010 stellte das südkoreanische Unternehmen ein flexibles 4,1 Zoll-Display vor, das es allerdings nicht zur Marktreife brachte – ganz im Gegensatz zum Samsung Galaxy Round, das im Oktober 2013 mit einem innovativen OLED-Display auf den Markt gebracht wurde.

Ein Patentantrag allein sagt nicht viel

Grundsätzlich ist bei solchen Patentanträgen jedoch Vorsicht angebracht. Nur ein Bruchteil der eingereichten Patente bringt es zur Marktreife. Apple hat sich etwa im Jahr 2013 ganze 1953 Innovationen patentieren lassen – die wenigsten schaffen es in die Endgeräte.

Das unabhängige Forschungsinstitut Human Media Labs etwa hat zwar schon bereits in Kanada einen funktionsfähigen Smartphone-Prototypen mit faltbarem Display vorgestellt, doch wann die Technologie es zur Marktreife bringt, ist unklar.

Indes scheinen die Bemühungen bei Samsung schon weit gediehen. Gerüchten zufolge soll das Unternehmen nämlich auf der diesjährigen CES im Januar hinter verschlossenen Türen ein faltbares Smartphone vorgestellt haben. Das 5,7 Zoll große Gerät soll sich angeblich wie ein Stück Papier in der Mitte falten lassen – und damit trotz seiner Größe in jede Hosentasche passen.

Die Spekulationen über die Entwicklungsdauer des faltbaren Smartphone-Displays deuten darauf hin, dass Samsung das Gerät schon 2015 einem breiten Publikum vorstellen könnte – wann es das Gerät jedoch tatsächlich zur Marktreife bringt, ist damit noch nicht geklärt.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.