Philips Xenium W6618
Philips Xenium W6618 - Einsteiger Smartphone mit sehr gutem Akku Bild: Hersteller

Faltbare Display, langlebige Akkus: Das ist die Smartphone-Zukunft

Die Smartphone-Zukunft sieht eigentlich nicht sehr rosig aus. Nach einem kurzen Blick auf die diesjährigen Top-Smartphones wird auch der größte Technik-Enthusiast zugeben müssen, dass echte Innovationen rar gesät sind.

Selbst das Aussehen der Geräte nimmt immer austauschbarere Formen an – Hauptsache, das Smartphone ist möglichst schmal. Stattdessen versuchen sich die Hersteller gegenseitig in Sachen Display-Qualität, Prozessor-Leistung oder auch Kamera-Auflösung zu übertrumpfen. Dabei stehen die nächsten technischen Durchbrüche schon bevor.

Die momentane Innovationsflaute bei Smartphones lässt sich gut an der medialen Aufmerksamkeit ablesen, die dem Neuzugang bei Philips, dem Xenium W6618, zukommt. Bei dem Smartphone handelt es sich um kein besonders aufsehenerregendes Gerät – mit einer einzigen Ausnahme: die Kapazität des mächtigen Akkus beläuft sich auf 5300 Milliamperestunden. So ungewöhnlich ist es geworden, sich dieser Stellschraube anzunehmen, dass sich die Tech-Blogs und Online-Schreiberlinge mit großem Eifer auf das Thema stürzten. Ein Blick auf die kommenden Innovationen zeigt, dass sich die Szene bald mit ganz neuen Dingen beschäftigen dürfte.

Hersteller setzen auf langlebige Akkus

So forscht ein Team aus Irland derzeit daran, die Laufzeit von gängigen Lithium-Ionen-Akkus mithilfe von Nanotechnologie zu verdoppeln. Das israelische Startup StoreDot wiederum tüftelt daran, das unabdingbare Lithium-Ionen-Gemisch durch eine bioorganische Masse zu ersetzen. Daraus können zwei Vorteile entwachsen: zum einen ließe sich damit das Problem der Knappheit der bislang verwendeten Rohstoffe umgehen, zum anderen wäre ein Akku auf bioorganischer Basis in rund 30 Sekunden komplett aufgeladen. Bis 2016 wollen die Entwickler ihre Idee zur Marktreife gebracht haben.

Faltbare Displays sind der Smartphone-Zukunft-Trend

Im Bereich der Displays rücken die Smartphone-Hersteller bereits in den QHD-Bereich mit 2560 mal 1440 Bildpunkten vor – das LG G3 soll etwa mit dieser Auflösung auf den Markt kommen. Gleichzeitig wird an falt- und biegbaren Displays geforscht – die zudem nach Wunsch erweitert werden können. Sowohl Samsung als auch Microsoft haben bereits entsprechende Patentanträge eingereicht. Erste Prototypen wurden zwar bereits vorgestellt, doch von der Marktreife sind diese Ideen noch weit entfernt. Smartphones mit gebogenem Display wie das LG G Flex oder das Samsung Galaxy Round gehen in diese Richtung.

Intelligente Sprachassistenten

Als Microsoft kürzlich auf der Entwicklerkonferenz Build in San Francisco den hauseigenen Sprachassistenten Cortana vorstellte, offenbarte sich für einen Augenblick das zukünftige Potential dieser Hilfe. Cortana und Siri (das Pendant von Apple) werden künftig immer umfassender mit den Inhalten des Smartphones vertraut sein, dieses Wissen verknüpfen, daraus lernen – und schließlich ihre Schlüsse daraus ziehen, die sie dem Nutzer weitergeben. Was in dem Film 2001: Odyssee im Weltraum noch wie dystopische Zukunftsmusik klang, könnte bald wahr werden – dann aber hoffentlich ohne digitales Eigenleben.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.