Fairphone, das faire Smartphone
Beim Fairphone steht die Transparenz der Produktion im Vordergrund. Foto: Hersteller

Fairphone ab sofort wieder erhältlich

Ab sofort kann das Fairphone wieder bestellt werden. Die erste Verkaufscharge des weltweit ersten Öko-Smartphones ging sehr schnell über die Ladentheke, nun legt der Hersteller nach: für die zweite Verkaufscharge legen die Fairphone­-Macher eine überarbeitete Version ihres sozial verträglichen Smartphones vor.

In erster Linie hat das Fairphone einen anderen Prozessor verpasst bekommen. Hatte das erste Fairphone noch einen Vierkernprozessor (MTK6589M) mit Cortex-A7-Kernen und einer Taktrate von maximal 1,2 Gigahertz unter der Haube, so erhält die Neuauflage einen Mediatek MT6589. Dieser kommt zwar ebenfalls auf eine Taktrate von 1,2 Gigahertz, allerdings haben die Hersteller mit dem PowerVR-SGX einen neuen Grafikkern ausgewählt. Dieser kommt auf eine Taktrate von 357 Megahertz, während der Vorgänger noch 286 Megahertz aufwies.

Der Rest der Hardware bleibt allem Anschein nach unverändert: Als Benutzeroberfläche kommt Androids 4.2 JellyBean zum Einsatz. Der interne Speicher beläuft sich auf 16 Gigabyte. Das Display bringt es auf eine Größe von 4,3 Zoll.

Hohe Nachfrage sorgt für große zweite Charge

Darüber hinaus haben die Fairphone-Macher die zweite Charge auf 35.000 Stück erhöht. Die ersten 25.000 produzierten Geräte waren binnen kurzer Zeit ausverkauft. Seit März diesen Jahres konnten potentielle Käufer auf der Internetseite der Hersteller ihr Interesse an den Geräten bekunden. Diese Anmeldung war jedoch nicht verpflichtend, sondern diente den Herstellern nur dazu, die Größe der Produktionslinie besser abschätzen zu können.

Das neue Fairphone kann ab sofort zum Preis von 310 Euro erworben werden. Rund 8000 Stück sind bereits verkauft. Die derzeit bearbeiteten Bestellungen brauchen rund einen bis vier Monate, um an den Käufer zu gehen.

Kein Blut an den Händen

Die Idee hinter dem Fairphone ist Folgende: Marktübliche Smartphones werden unter schlimmen Arbeitsbedingungen hergestellt und basieren auf einer Vielzahl umweltschädlicher Stoffe – die in vielen Fällen als sogenannte „Blutmetalle“ in konfliktreichen Regionen abgebaut werden. Die Hersteller des Fairphones setzen dagegen auf möglichst faire, sozialverträgliche und ökologisch nachhaltige Bedingungen.

Die Fairphone-Entwickler wollen mit den Erlösen aus dem Verkauf dieser zweiten Charge die Entwicklung des Fairphones 2 anstoßen. Das Gerät ist für das kommende Jahr geplant, doch bislang liegen noch keinerlei Details dazu vor. Die Vorstellung ist Gerüchten zufolge für das Frühjahr angesetzt, der Verkauf soll schon bald danach beginnen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.