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Dual-Touch-Smartphones: neues Konzept vorgestellt

Fieberhaft arbeiten zahlreiche Hardware-Entwickler an revolutionären Innovationen im Smartphone-Bereich. Eine davon sind Dual-Touch-Smartphones mit zwei nutzbaren Displays auf der Vorder- und Rückseite. Der israelische Smartphone-Experte Assaf Lavie hat nun ein neues Konzept vorgelegt, das eine verbesserte Bedienung des Geräts mithilfe der Rückseite verspricht.

Dabei gibt es bereits erste marktfähige Pilotversuche in diesem Bereich. Das sogenannte YotaPhone des russischen Smartphone-Herstellers Yota etwa verfügt neben dem üblichen HD-Farbdisplay auf seiner Vorderseite über ein zusätzliches E-Ink-Display auf der Rückseite – damit lassen sich auf stromsparende Weise Darstellungen mit einem hohem Schriftanteil anzeigen.

Dual-Touch-Smartphones mit Touchpad auf der Rückseite

Das Dual-Touch-Konzept von Lavie geht nun von der Grundüberlegung aus, dass im Normalfall vor allem die Daumen zur Bedienung des Smartphones zum Einsatz kommen. Der Nachteil ist, dass diese bis zu 25 Prozent des Displays verdecken.

Lavie vergleicht nun sein Konzept mit dem Touchpad eines Laptops. Dieses ist im Vergleich zur Handhabung über das Display präziser. Dementsprechend haben die Smartphones in seinem Entwurf auf der Rückseite ein Touchpad.

Zahlreiche praktische Anwendungsmöglichkeiten

Daraus ergeben sich zahlreiche praktische Anwendungsmöglichkeiten. Den meisten Smartphone-Nutzern dürfte das Problem beim Markieren von einzelnen Wörtern oder gar Buchstaben nur allzu bekannt sein. Mit dem Touchpad auf der Rückseite können die zu markierenden Wörter ganz einfach angesteuert werden – ohne dass die Finger die Sicht auf das Display verdecken. Denkbar sind auch eigens definierte Gesten zum Scrollen oder zum Zoomen. Vor allem jedoch dürften Liebhaber von Spiele-Apps von den neuen Möglichkeiten profitieren, da die Steuerung alleine über die Rückseite erfolgen könnte und somit eine freie Sicht auf das Display ermöglicht.

Bis es das Konzept in eine der kommenden Smartphone-Generationen schafft, dürfte noch etwas Zeit vergehen, da noch einige ungeklärte Fragen geklärt werden müssen. So ist etwa noch nicht ganz klar, ob die Nutzer eines solchen Smartphones künftig auf die Hülle ihres Geräts verzichten müssen. Auch eine Lösung für ungewollte Eingaben steht noch aus.

Nichtsdestotrotz ist die Idee zu genial, als das sie die großen Smartphone-Konzerne nicht für sich zu nutzen wüssten. Dementsprechend offensiv schließt Assaf Lavie seine Präsentation mit den Worten: „Apple, Samsung, somebody, anybody, please make this happen!”

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.