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BYOD: Mit privatem Smartphone oder Tablet arbeiten

Mobilität ist längst nicht mehr auf den Verkehr oder den Einsatz von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets beschränkt. In vielen Unternehmen ist es mittlerweile üblich, den privat gekauften Laptop zu verwenden. BYOD, kurz für „Bring Your Own Device“, ist in den Vereinigten Staaten längst Standard in vielen Konzernen und nicht auf die Sparsamkeit am Mitarbeiter zurückzuführen, sondern auf seinen praktischen Nutzen.

Ein Betriebssystem, das sich gänzlich von dem zu Hause verwendeten abhebt und wertvolle Arbeitszeit kostet; ein in die Jahre gekommener Browser oder Ordnerstrukturen, die jegliche Überschaubarzeit missen lassen. Zeit ist kostbar und was macht mehr Sinn, als diese effektiv zu nützen und auf einem Laptop zu arbeiten, dessen Betriebssystem man sich beinahe verinnerlicht hat und dessen Strukturen und System einem vertraut sind. Das sind nur einige Vorzüge von BYOD und erklärt, warum dieser Trend auch in Deutschland nicht außen vor bleibt.

Eine Umfrage der „BITKOM“ aus dem letzten Jahr hat gezeigt, dass bereits 71 Prozent der Bundesbürger mit eigenen Geräten im Büro arbeiten. Jeweils ein Drittel verwendet dafür einen tragbaren oder stationären Computer. Immerhin 19 Prozent sehen ihr privates Smartphone, acht Prozent das private Tablet als wertvolles Arbeitsmittel an.  Das Unternehmen profitiert von einer wesentlich höheren Zufriedenheit ihrer Mitarbeiter, aber auch durch reduzierte Kosten von Softwarelizenzen oder Geräten. Datenschützer warnen bei BYOD vor geringeren Datenschutz, größerem Sicherheitsrisiko und Mehraufwand. Befürworter halten dagegen mit mehr Mobilität und Produktivität. Entscheidend für die Zufriedenheit auf beiden Seiten sei ein gut ausgearbeitetes Gesamtkonzept. Die Mitarbeiter sind angehalten, ihre Geräte im eigenen Interesse gut zu sichern und nicht zu simplen Passwörtern zu schützen.

Nicht immer wird zu vermeiden sein, dass sich berufliche beziehungsweise private Daten auf dem Server der vermeintlichen Gegenseite finden. Scheidet ein Mitarbeiter aus dem Unternehmen aus, ist zu gewährleisten, dass sich keine Daten aus dem Betrieb mehr auf seinem Gerät befinden. BYOD kann funktionieren, aber es fordert klare Regelungen in Bezug auf Datenschutz, zum Beispiel auf die Nutzung von sozialen Netzwerken und des Bewusstseins, dass das Einrichten von Firewalls und regelmäßige Updates von Virenprogrammen Pflicht sind. Datenschutzaufsichtsbehörden werden nicht müde, sehr kritisch auf die Nachteile von BYOD hinzuweisen.  Bedenkt man allerdings, dass 71 Prozent der Mitarbeiter dieses Konzept bereits aktiv umsetzen, könnte sich in der Zukunft doch ein Weg abzeichnen, mehr Mobilität in den oftmals standardisierten Berufsalltag zu bringen.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.