Blackberry Z3
Mit dem Blackberry Z3 möchte Blackberry in das unter Preissegment einsteigen. Bild: Hersteller

Blackberry Z3: Smartphone für unter 200 Euro

Mit dem preisgünstigen Einsteiger-Smartphone Blackberry Z3 will das kanadische Unternehmen verloren geglaubte Marktanteile wiedergewinnen. Insbesondere in Schwellenländern soll das Z3 neue Kunden anlocken. Damit stellt es neben der Ankündigung eines Smartphones mit hochauflösendem quadratischen Display einen weiteren Baustein der Überlebensstrategie des kriselnden Unternehmens dar.

Gleichzeitig stellte der Konzernchef John Chen klar, dass die hohen Erwartungen von vielen Mitarbeitern und Aktieneignern auf dem neuen Blackberry Z3 lasten: „Wenn der Markt dieses Produkt nicht gut annimmt, müssen wir ganz klar mit ein paar negativen Folgen fertig werden“, so der Firmenboss während der Vorstellung des Z3 in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Seit dem Amtsantritt von Chen Ende des vergangenen Jahres handelt es sich um das erste Smartphone, das Blackberry auf den Markt bringt.

Bei der Technik hat das Blackberry Z3 die Nase vorn

Dabei hat das Blackberry Z3 durchaus das Potential, den mittlerweile recht weit gesättigten Smartphone-Markt im Einsteiger-Segment aufzumischen – die verbaute Technik nämlich lässt manchen Billig-Konkurrenten alt aussehen. So kommt unter der Haube ein schneller Zweikern-Prozessor von Qualcomm zum Einsatz. Seine Taktrate beläuft sich auf 1,2 Gigahertz. Hinzu kommen ganze 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher – vergleichbare Smartphones aus dem Preissegment kommen meist nur auf 512 Megabyte und präsentieren damit eine große Schwachstelle.

An internem Speicherplatz bringt es das Blackberry Z3 auf acht Gigabyte. Der Akku kommt auf beachtliche 2500 Milliamperestunden. Das Display ist fünf Zoll groß und bietet eine Auflösung von 960 mal 540 Pixeln. Hinzu kommen eine fünf-Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie eine Frontkamera mit einer Auflösung von 1,1 Megapixeln für Selfies.

Große Schwachstelle: firmeneigene OS

Leider hält Blackberry an der firmeneigenen Benutzeroberfläche fest. Diese basiert zwar auf Android, ist jedoch nicht an die Dienste des Urhebers Google angebunden. Dadurch muss der gewillte Blackberry-Nutzer einige Nachteile in Kauf nehmen. So fehlt zu Beispiel der App-Store Google-Play, sodass viele Apps nur über Umwege heruntergeladen werden können.

Das Z3 ist bislang nur in Indonesien erhältlich. Dort kostet es knapp 140 Euro. Zuletzt konzentrierte sich Blackberry wieder vermehrt auf sein traditionelles Geschäft mit Firmen und Business-Kunden. Durch die NSA-Affäre hofft das gebeutelte Unternehmen, dass seine besser verschlüsselten Smartphones wieder für stärkeren Umsatz sorgen werden. Auch die Rückkehr zur physischen Tastatur – einst das Markenzeichen der Blackberry-Smartphones – lässt sich als Verbeugung vor den wichtigen Firmenkunden deuten.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.