Blackberry "Porsche Design" P'9981 mit physischer Tastatur
Physische Tastaturen, wie bei diesem BlackBerry "Porsche Design" P'9981, gehören zum Markenzeichen von BlackBerry. Bild: Hersteller

Blackberry plant hochauflösendes Smartphone

Der kanadische Hersteller Blackberry hat in einem firmeneigenen Entwicklerblog verlauten lassen, dass es derzeit an einem hochauflösenden Smartphone mit quadratischem Bildschirm arbeitet. Das Gerät soll auf eine Pixeldichte von 453 ppi kommen – und wird höchstwahrscheinlich mit einer physischen Tastatur ausgestattet sein.

Diese Überlegung ist eine Konsequenz aus dem quadratischen Design des Displays – ein solcherart gestaltetes Smartphone würde sich ohne physische Tasten schlecht zum Telefonieren eignen. Darüber hinaus hat Blackberrys CEO, John Chen, jüngst angekündigt, die Produktion seiner Smartphones mit physischer Tastatur wieder hochzufahren.

Hintergrund der Entscheidung bilden die Probleme des Unternehmens, auf dem Smartphone-Markt genügend Geräte abzusetzen. Insbesondere die jüngste Touchscreen-Generation Z10 erwies sich als großer Flop. So verkaufte Blackberry im letzten Verkaufsquartal des vergangenen Jahres nur 3,4 Millionen Geräte. Umsatzeinbußen von 64 Prozent waren die Folge.

Ungewöhnliche Auflösung von 1440 mal 1440 Bildpunkten

Auf besagtem Entwicklerblog konnten Interessierte bereits in Erfahrung bringen, dass der anstehende Neuzugang über eine Auflösung von 1440 mal 1440 Pixeln verfügen wird und die Bilddiagonale von 4,5 Zoll somit auf eine Pixeldichte von 453 ppi kommt. Daraus ergibt sich eine Seitenlänge von 3,18 Zoll.

Die Ankündigung erfolgte im Rahmen einer anstehenden Aktualisierung der Benutzeroberfläche auf Blackberry OS 10.3. Diese soll noch in diesem Jahr verfügbar sein. Weitere Informationen wurden vorerst nicht veröffentlicht.

Blackberry bleibt seinen Firmenkunden treu

Darüber hinaus kündigte Blackberry an, seine Benutzeroberfläche noch weitgehender für Fremdanwendungen öffnen zu wollen. Renommierte Geschäftskunden wie Airwatch, Citrix, IBM und SAP konnte Blackberry damit bereits auf seine Seite ziehen – ein weiterer Aspekt der derzeitigen Überlebensstrategie des arg gebeutelten Unternehmens. Bislang war es lediglich möglich, das geschlossene Blackberry-Komplettpaket „Blackberry Enterprise System“ zu erwerben.

Diese Zielgruppe legt nämlich nach wie vor großen Wert auf die physischen Tastaturen, da sie den Schreibfluss auf hohem – und das bedeutet rechtschreiblich einwandfreien – Niveau praktizieren und der Workflow bei Smartphones mit Eingabe über das Display doch stark ins Stocken gerät – Stichwort Großschreibung und Email-Adresse. Dieser Faktor ist bei vielen Firmen nach wie vor maßgeblich. Darüber hinaus schätzen die Firmenkunden die im Gegensatz zur Konkurrenz hohen Sicherheitsstandards bei Blackberry: „Wir glauben, dass Blackberrys Komplettpaket weiter der Premium-Standard bleiben wird“, schreibt Blackberry selbstbewusst auf seinem Entwicklerblog.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.