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Bitkom-Studie: Smartphone ersetzt den PC

Der Branchenverband Bitkom hat jüngst eine neue Studie zum Internetverhalten von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 18 Jahren vorgelegt. Die Ergebnisse stützen die Resultate aus vergleichbaren Studien. Demnach greifen immer mehr Heranwachsende zum Surfen vorwiegend auf ihr Smartphone zurück.

Für die Studie hat die Forschungsabteilung von Bitkom zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Forsa 962 Kinder und Jugendliche über ihr Nutzungsverhalten gegenüber digitalen und analogen Kommunikationsmitteln befragt.

Junge Heranwachsende präferieren laut Bitkom-Studie das Smartphone

Das wichtigste Ergebnis der Untersuchung: Das Smartphone ersetzt zunehmend den PC. Rund 85 Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 13 Jahren verwenden ihr Smartphone genauso häufig wie ihren PC für den Zugang zum Netz. In der Gruppe der 16- bis 18-Jährigen gehört das Smartphone sogar für 89 Prozent zum primären Netzzugang. Mit zunehmendem Alter nimmt diese Tendenz jedoch wieder ab; junge Erwachsene greifen ab einem Alter von 19 Jahren wieder vermehrt auf stationäre Computer zurück.

Bei Kindern ist der Anteil der Smartphone-Nutzer wesentlich geringer – rund 20 Prozent der Kinder zwischen sechs und sieben Jahren verwenden „ab und zu“ ein Smartphone. Dabei dient das Gerät nicht als erste Anlaufstelle für den Zugang zum Netz: 64 Prozent der Befragten aus dieser Altersgruppe nutzen hierfür ein Notebook, 43 Prozent einen PC.

Mit zehn beginnt der Einstieg in soziale Netzwerke

Bei der Frage der inhaltlichen Nutzung des Internets kommt die Bitkom-Studie zu dem Ergebnis, dass soziale Netzwerke wie Facebook erst ab einem Alter von zehn Jahren an Bedeutung gewinnen. Vorher dient das Netz zum Online-Spielen und zum Anschauen von Videos. Nur 12 Prozent nutzen das Netz als Hausaufgabenhilfe.

Dann jedoch nimmt die Nutzungsintensität mit zunehmendem Alter rapide zu: sind unter den 10-Jährigen lediglich 10 Prozent in sozialen Netzwerken aktiv, sind es bei den zwölf- bis dreizehnjährigen bereits 42 Prozent. Die 16- bis 18-Jährigen tummeln sich zu 85 Prozent auf den digitalen Treffpunkten. Die beliebteste Tätigkeit sämtlicher Altersklassen: Fotos teilen.

Auch der Gebrauch von analogen Kommunikationsmitteln wurde in der Studie untersucht. Hier lässt sich gegenüber besorgten Eltern Entwarnung geben: ein überwiegender Teil von 98 Prozent der Kinder im Grundschulkinder spielt noch analog. Auch Zeitungen und Zeitschriften sind kein unbekanntes Medium: ganze 76 Prozent der 16- bis 18-Jährigen konsumieren Informationen auf Papierbasis. Allerdings geht der Trend in dieser Altersgruppe eindeutig hin zu Online-Medien. Eine Konstante ist kaum überraschend – und dürfte bei Erwachsenen gleichermaßen vorzufinden sein: Über alle Altersstufen hinweg sehen neun von zehn Kindern und Jugendlichen fern.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.