Die Apple Watch kommt im April. Foto: Apple

Apple Watch – das kann Apples erste Smartwatch

Apples Produktpalette bekommt Zuwachs in Form der Apple Watch. Nach iMac, iPod, iPad und iPhone versucht sich der kalifornische IT-Riese künftig also auch als Uhrmacher. Paradox allemal, da die klassische Armbanduhr nicht zuletzt durch das iPhone überflüssig wurde. Nun haucht Apple dem etwas angestaubten Accessoire in Form eines eleganten Wearables neues Leben ein. Im September präsentierte Apple-Chef Tim Cook die Apple Watch, im April erscheint sie – unter anderem in einer edlen Gold-Variante.

Apples Smartwatch wird in zwei Größen (38 und 42 Millimeter Höhe) und drei Kollektionen erhältlich sein, die sich vor allem in Gehäuse und Display unterscheiden. So bestehen das Gehäuse der Basis-Ausgabe „Apple Watch“ aus Edelstahl und das Display aus Saphirglas.

Das Modell „Apple Watch Sport“ kommt mit einem Aluminiumgehäuse und Ion-X-Glas, auch bekannt als „Gorilla-Glas“, daher.

Apple Watch aus Saphirglas und Gold

Die Luxusvariante von Apples erstem Wearable ist die „Apple Watch Edition“. Die Legierung ist aus 18-karätigem Gold gefertigt, das Display besteht aus poliertem Saphirglas. Zusätzlich lassen sich alle Modelle individuell mit diversen Armbändern kombinieren, die ebenfalls je nach Kollektion entweder sportlich oder edel ausfallen.

Die Bedienung der Apple Watch erfolgt vornehmlich über ein Drehrädchen am Rand der Uhr, mit dem der Nutzer scrollen und zoomen kann. Darüber hinaus unterscheidet der Touchscreen zwischen einer leichten und einer stärkeren Berührung. Auch über die Spracheingabe „Siri“ lässt sich das Wearable steuern.

Die Smartwatch für kleine Handgriffe

Neben der bloßen Anzeige der Uhrzeit bietet die Apple Watch eine Reihe weiterer Funktionen, die vor allem kleine Handgriffe in die Hosen- oder Hemdtasche zum Smartphone er-sparen. So können sich Nutzer beispielsweise Wettervorhersagen und die nächsten Termine anzeigen lassen oder kurze Telefonate führen.

Eingehende Nachrichten lösen eine kurze Vibration direkt auf der Haut aus und können per Spracherkennung oder mit kleinen Zeichnungen beantwortet werden. Ferner misst die Smartwatch die Aktivitäten des Nutzers und zeigt etwa, wie viel er sich bewegt hat und wie viele Kalorien er verbraucht hat.

Unklar ist indes noch, welche Akkulaufzeit die Smartwatch mitbringt und wie teuer sie sein wird. Experten spekulieren für die Gold-Variante mit Preisen um die 10.000 Dollar. Dieses Modell könnte sich dann als wahrer Umsatzbringer entpuppen. Jährliche Einnahmen nur für die goldenen Apple Watch von 20 Milliarden Dollar werden genannt.

Keine iWatch

Dass die Uhr im Übrigen nicht das für Apple-Produkte übliche „i“ im Namen trägt, liegt mutmaßlich am Schweizer Uhrenhersteller Swatch und dessen seit 2007 geschützter Marke „iSwatch“. Die Verwechslungsgefahr und die daraus resultierende Aussicht auf einen langwierigen Rechtsstreit war Apple offenbar zu groß.

Ob das dem Erfolg von Apples erstem Wearable hinderlich sein wird, bleibt abzuwarten.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.