Mit Periscope lassen sich Live-Videos an seine Follower bei Twitter streamen. Foto: Christoph Schroeter
Mit Periscope lassen sich Live-Videos an seine Follower bei Twitter streamen. Foto: Christoph Schroeter

App Periscope von Twitter jetzt auch für Android

Die Live-Streaming-App „Periscope“ des Kurznachrichtendienstes Twitter ist jetzt endlich auch auf Geräte mit dem Google-Betriebssystem Android verfügbar.

Mit Twitters Live-Streaming-App können somit jetzt auch Android-User das aktuelle Geschehen per Smartphone-Kamera live und direkt an ihre Periscope- und auch Twitter-Follower übertragen. Gleichzeitig haben sie die Möglichkeit, sich mit anderen Periscope-Usern auf der ganzen Welt auszutauschen und in Echtzeit Kommentare zu schreiben und auf Kommentare zu reagieren.

Somit kann sich die Periscope-Erfolgsgeschichte wiederholen, die die App bei Apples iOS hingelegt hat: Allein in den ersten zehn Tagen verzeichnete Periscope für iOS über eine Million registrierte Nutzer. Viele Smartphone-Besitzer in Deutschland dürften sich daher über den Android-Launch von Periscope freuen, denn hierzuland liegt die Android-Nutzung bei 71,3 Prozent.

Was zeichnet Periscope aus, trägt zu dem bisherigen Erfolg bei? Periscope ist live: Einfach das Smartphone zücken und die Übertragung starten. Die Aufzeichnungen werden nach 24 Stunden automatisch gelöscht und bleiben somit einzigartig.

Periscope ist öffentlich: Periscope bringt die Zuschauer dank Live-Übertragung per Smartphone-Kamera an jeden Ort der Welt.

Periscope ist dialogorientiert: Mit direkten Kommentaren während der Übertragung tauschen sich Periscope-User aus oder versenden Herzen per Bildschirmberührung.

Erfolgreiche Einsätze in Deutschland

Erfolgreich in Deutschland eingesetzt wurde Periscope etwa nach der Bombendrohung bei „Germany’s Next Topmodel“: Nachdem die ProSieben-Kameras ausgeschaltet waren, sendete ein „Bild“-Journalist per Periscope weiter aus der Halle. Als erster Bundesligist nutzte Schalke 04 Periscope und übertrug ein Interview mit Ralf Fährmann zu dessen Comeback nach langer Verletzungspause, und, last but not least, streamte „Bild“-Chefredakteur Kai Dieckmann die Vertragsverlängerung seines langjährigen Kolumnisten Franz Josef Wagner.

Periscope für Android funktioniert auf allen Smartphones mit Android Kitkat 4.4 oder höher. Dabei verfügt Periscope für Android über die gleichen Grund-Funktionen wie auch die Apple-Version: Nutzer beginnen eine öffentliche oder private Übertragung per Smartphone oder interagieren mit anderen Nutzern per Chat sowie Herzen.

Die Android-Version von Periscope besitzt ein Material-inspired Design und zusätzliche Funktionen gegenüber iOS: Die Push-Nachrichten lassen sich granular einstellen. Beispielsweise erhalten Nutzer eine “First Time Broadcast Notification”, wenn jemand, dem sie folgen, das erste Mal eine Übertragung via Periscope sendet. Oder sie stellen die “Share notifications” ein und erhalten immer dann eine Nachricht, wenn jemand, dem sie folgen, eine Übertragung teilt.

Sollte die Übertragung durch einen wichtigen Anruf oder eine Nachricht unterbrochen werden, lassen Android-Nutzer mit der “Resume notification” die Übertragung einfach an der Stelle weiterlaufen, an der sie unterbrochen haben. Videos werden außerdem gespeichert, ohne sie vorher hoch zu laden. So können sie problemlos immer wieder angesehen werden.

Android-User können Periscope kostenlos im Google Play Store herunterladen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.