ACER Liquid Z5
Das Mittelklasse-Smartphone ACER Liquid Z5 Bild: Hersteller

Das ACER Liquid Z5 im Test

Mit dem Liquid Z5 wirft der taiwanesische Hersteller Acer ein günstiges Mittelklasse-Smartphone auf den Markt. Für 169 Euro hält der Käufer allerdings ein sehr durchwachsenes Gerät in den Händen – mit vielen tollen Fähigkeiten, aber auch einigen Schwächen bei den Grundlagen.

Schon ein erster Blick auf das Smartphone verrät, dass Acer hohen Wert auf ein ansprechendes Design legt. Durch die angeschrägten Ränder des aus einem Guss gefertigten Polycarbonat-Gehäuses entsteht ein sportliches und edles Design, das von der Frontseite her an das Designwunder HTC One (M8) erinnert – auch weil die Positionierung der Lautsprecher oberhalb und unterhalb des Displays unübersehbare Anleihen beim HTC One genommen hat. Mit einer Dicke von gerade einmal 8,8 Millimetern ist das Smartphone äußerst flach gefertigt. Das Liquid Z5 ist in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich.

Dem stehen die unhandlichen Ausmaße des Geräts gegenüber, für ein Smartphone mit einer Bildbreite von 5 Zoll fällt es sehr groß aus. Hier beginnen die Ränder recht schnell zu nerven, da sie ein Anschmiegen des Geräts in die Hand des Nutzers verhindern.

Mäßige Technik des Acer Liquid Z5

Der 5-Zoll-Bildschirm ist für ein Smartphone dieser Preisklasse zwar groß, aber die Auflösung fällt mit 854 mal 480 Bildpunkten nicht eben hoch aus. Dies entpuppt sich jedoch nur aus nächster Nähe als Manko, stattdessen verliert der Bildschirm durch seine starke Blickwinkelabhängigkeit einige Punkte. Schon eine Neigung um wenige Grad sorgt für massive Farbverfälschungen.

Auch die Technik, die für die Performance des Geräts verantwortlich ist, sorgt nicht eben für Freudensprünge. Der Dual-Core-Prozessor ist mit 1,3 Gigahertz noch ordentlich schnell, doch der verbaute Chipsatz MT6572 kam bereits vor drei Jahren beim Samsung Galaxy S2 zum Einsatz. Der Arbeitsspeicher fällt mit 512 Megabyte auch eher gering aus, dementsprechend läuft das Gerät nicht immer flüssig. Der interne Speicher beläuft sich auf vier Gigabyte, er kann jedoch via Speicherkarte erweitern werden. Großer Vorteil der Lösung von Acer ist die Tatsache, dass auch Apps auf der Karte gespeichert werden können – diese können sehr speicherhungrig werden. Das Liquid Z5 ist ein Dual-SIM-Smartphone und kann dementsprechend mit zwei SIM-Karten versehen werden. Die Kapazität des fest verbauten Akkus beträgt 2000 mAh.

Anpassung der Oberfläche an den Nutzer

Bei dem Betriebssystem handelt es sich um eine leicht modifizierte Version von Googles Android 4.2 (Jelly Bean). So lassen sich verschiedene Benutzermodi einstellen, die die Oberfläche an den Nutzer anpassen. Zur Auswahl stehen die Modi „Einfach“, „Senioren“, „Ziffernfeld“, „Klassisch“ sowie „Standard“. Eine gute Idee, wobei die Unterschiede in der Praxis recht gering ausfallen. Ein weiteres nettes Feature ist ein Knopf auf der Rückseite des Geräts. Dieser fungiert als Schnellstarttaste und kann mit einer beliebigen App belegt werden. Acer hat dem Smartphone eine 5 Megapixel-Kamera spendiert, die auch HD-Videos aufzeichnen kann.

Wer großen Wert auf interessante Features und ein ansprechendes Design legt, sollte zuschlagen. Alle diejenigen, denen die inneren Werte und die Praktibilität ihres Smartphones wichtiger sind, sollten sich als Alternative etwa das Motorola Moto G anschauen, das in derselben Preisklasse Maßstäbe setzt.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.