Galaxy Gear, die Smartwatch von Samsung
Das ist die Samsung Galaxy Gear, die erste Smartwatch von Samsung. Foto: Hersteller

Smartwatch & Co.: Die smarten Ideen der Autohersteller

Die Zukunft gehört den Smartphones. Das wissen mittlerweile auch renommierte Fahrzeug-Hersteller. Daher suchen sie nach neuen Wegen, um Smartphones und –watches in ihre PS-Boliden zu integrieren. Die wichtigsten Ideen des zukunftsweisenden Trends im Überblick.

Mercedes-Benz setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Smartwatch- und Gadget-Hersteller Pebble. Der Stuttgarter Autobauer hat seine Digital DriveStyle-App so überarbeitet, dass sie mit der Pebble-Smartwatch kommunizieren kann. Damit lassen sich der Füllstand des Tanks, der Reifendruck, der Standort des Fahrzeugs und andere Informationen einfach über das Handgelenk einsehen – vorausgesetzt, der Kunde fährt einen Mercedes-Benz. Praktisch ist auch die Vibrationsfunktion der Smartwatch, die auf Gefahrensituationen wie Unwetter und Falschfahrer hinweist oder vor einem sich anbahnenden Stau warnt.

BMW setzt auf Samsungs Smartwatch Galaxy Gear

Die Konkurrenz aus München setzt dagegen auf eine Partnerschaft mit Samsung. Mit der Smartwatch Galaxy Gear kann der Fahrzeughalter des BMW Elektroautos i3 ganz einfach fahrzeugrelevante Informationen über die Uhr abrufen. Die Kooperation ist noch verhältnismäßig jung, erst Anfang des Jahres wurde die Zusammenarbeit öffentlich gemacht.

Demgegenüber ist der japanische Autobauer Nissan einen ganzen Schritt weiter – und hat einfach eine eigene Uhr entwickelt, die Nismo Watch. Damit können medizinische Informationen wie Puls und Blutdruck abgerufen werden. Die Uhr errechnet so den Stresslevel und empfiehlt dem Fahrer auf dieser Grundlage, die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Nissan ist Vorreiter mit seiner Nismo Watch

Der Name weist schon auf das anvisierte Klientel hin – schließlich handelt es sich bei Nismo um die insbesondere auf der Heimatinsel (und in den USA) bekannte Tuning- und Rennsportsparte von Nissan. Daher dürfen rennsporttaugliche Features wie eine Stoppuhr und ein Rundenzeitenprotokoll nicht fehlen.

Die Nismo Watch lässt sich über Bluetooth mit dem Smartphone verbinden. Für Hobbyfahrer dürfte die Möglichkeit interessant sein, die eigenen Bestzeiten über soziale Netzwerke zu teilen. Der Akku soll laut Hersteller rund eine Woche durchhalten und lässt sich über microUSB-Anschluss aufladen. Sie wird in den Farben weiß, schwarz und rot-schwarz erhältlich sein, über den angepeilten Verkaufspreis und den voraussichtlichen Erscheinungstermin ist noch nichts bekannt.

Fazit

Die Kooperation zwischen Smartphone- und Autoherstellern ist äußerst vielversprechend. Allerdings legen sich die Hersteller durch die Exklusivität der Partnerschaften auch Steine in den Weg. Dabei sind viele Funktionen der Smartwatches noch gar nicht erdacht – vor allem im medizinischen Bereich dürften die smarten Uhren noch für Aufregung sorgen.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.