Motorola Moto G Ferrari Edition
Motorola hat für das Moto G eine Ferrari Edition präsentiert. Bild: Facebook Motorola Deutschland

Motorola Moto G Ferrari-Edition: Smartphone für Fans

Vor kurzem hat der einstige Handyriese Motorola eine Ferrari-Edition des Motorola Moto G vorgestellt. Viele Fans des italienischen Herstellers von Luxuskarossen fragen sich, warum ausgerechnet beim Ferrari-Smartphone das Moto G zum Einsatz kommt – steht doch mit dem Moto X ein Vorzeigemodell bereit, das in der Liga der Oberklasse-Smartphones mitspielt.

Beim Design allerdings gibt es nichts zu Bemängeln: Ein dunkelschwarzes Gehäuse mit edel glänzender Front und einer texturierten Rückseite aus Kevlar, darauf eine dezente Ferrari-Applikation mit dem charakteristischen Pferd auf gelbem Grund – damit dürfte der unlängst von Google an Lenovo verkaufte Konzern Motorola den Nerv der meisten Ferrari-Fans getroffen haben.

Leistung kommt nicht mit dem Design mit

Umso enttäuschter dürften diese von dem zugrundeliegenden Modell sein. Mit dem Mittelklasse-Smartphone Motorola Moto G reicht die Technik und Performance nicht einmal ansatzweise an das Edel-Image des Stichwortgebers in Puncto Design heran. Einige Branchenkenner vermuten, dass die Entscheidung in der Tatsache begründet ist, dass das Moto G mittlerweile das meistverkaufte Smartphone in der gesamten Unternehmensgeschichte Motorolas ist.

So hat Motorola der Ferrari-Edition des Moto G nicht einmal ein Update verpasst, das Edel-Smartphone weist die selben Spezifikationen auf wie das Grundmodell: Ausgestattet ist das Gerät mit einem 4,5 Zoll-Display mitsamt HD-Auflösung und LCD-Funktion. Damit kommt es auf eine Pixeldichte von 327 ppi. Der Arbeitsspeicher bringt es gerade mal auf 8 bzw. 16 Gigabyte – ein Unding für ein Smartphone, das eigentlich PS-Boliden und Hubraumwunder beehren soll. Die Kamera auf der Rückseite löst mit fünf Megapixeln auf, während die Frontkamera auf 1,3 Megapixel kommt.

LTE und NFC fehlen als Netzstandard

Mit dem Vierkerner Snapdragon 400 werkelt ein alter Bekannter mit einer Taktrate von 1,2 Gigahertz unter der Haube, dazu trägt der leistungsstarke Grafik-Chipsatz Adreno 305 stolze 450 Megahertz bei. Leider fehlt es an einigen Mobilfunkstandards. Zwar unterstützt das Ferrari-Smartphone die Standards UMTS und HSPA+, dafür mangelt es dem Edel-Gerät an dem derzeit modernsten Standard LTE. Auch Nahfeldkommunikation (NFC) ist nicht möglich.

Diese Features sind in vergleichbaren Mittelklasse-Smartphones zwar ebenfalls nicht anzutreffen, doch auch hier gilt, dass dem Edel-Smartphone ein mehr an Fähigkeiten nicht geschadet hätte.

Das Ferrari-Smartphone wird zunächst nur in Mexiko verkauft. Dort kostet es 4999 Pesos – das entspricht rund 282 Euro, also knapp 100 Euro mehr als die Standardvariante des Moto G. Bislang ist unklar, ob und wann das Edel-Smartphone auf den europäischen Markt kommen soll.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.