Glass, die Datenbrille von Google
So soll Google Glass, die Datenbrille von Google, aussehen. Foto: Google+

Google Glass: Wann kommt die Datenbrille nach Deutschland?

Es klang nach Utopie pur, als die ersten Gerüchte über die Google Glass auftauchten. Der Hype um die Datenbrille hält bis heute an und viele lauern darauf, dass es diese innovative Brille bald zu kaufen gibt. Tatsächlich soll es, glaubt man Brancheninsidern, noch Jahre dauern, bis die Google Glass nach Europa kommt.

Was ist dran an der angepriesenen Datenbrille, die einer Brille ähnlich aufgesetzt wird und mittels eines Glass-Prismadisplays anzeigt, was sein Träger sieht beziehungsweise Bruchstücke von Informationen wie E-Mails oder Suchergebnisse. Diese werden durch Sprachanweisung aus dem Web sucht. Mittels Wischbewegungen empfängt sie weitere Befehle wie das Aufzeigen von mehreren Cacheseiten. Die gesamte Technik verbirgt sich an einer Seite und entspricht einem Mittelklasse-Smartphone. Der Akku verspricht bis zu acht Stunden Datenvergnügen. Google Glass basiert unter anderem auf einem Knochenschalllautsprecher, der allerdings laute Umgebungsgeräusche nicht filtern kann. Vom Gefühl her, wirkt das kleine Display, das das normale Gesichtsfeld theoretisch nicht beeinflusst, so, als wäre es gut eine Armlänge oder mehr entfernt.

Im Vorfeld birgt Google Glass neben Begeisterung und Neugier Kritik. Viele fürchten dadurch eine Gefährdung ihrer Privatsphäre. Immerhin kann man mit der Brille nicht nur surfen, sondern auch unbemerkt von seinen Mitmenschen Fotos oder Videos machen. Selbst eine Gesichtserkennung, ohne das Einverständnis des Betroffenen, wäre denkbar. Kritikpunkte, die vor allem die deutschen Datenschützer auf den Plan bringen, denn hierzulande ist dieser anders geregelt als in den USA. Die Briten diskutieren zum Beispiel, ob das Autofahren mit Datenbrille erlaubt ist.

Generell scheint die Diskussion über einen möglichen Verkaufsstart in Europa definitiv zu voreilig, zumal auch in den Vereinigten Staaten nicht klar ist, wann Google Glass in den Markt eingeführt wird. Was die Amerikaner allerdings bereits fleißig nützen, ist das sogenannte Explorer-Programm. 12.000 Brillen wurden bisher verkauft. Wer hofft, zumindest das in Deutschland zu bekommen, wird enttäuscht. Es ist kein europäisches Programm dazu geplant. Grund sei die englische Spracherkennung, die für Nutzer mit starkem Akzent nicht nutzbar wäre.

Google versteht die Neugier zu schüren und präsentiert auf Veranstaltungen in Europa das neue Gadget. Nach der Präsentation in Brüssel sind auch Vorstellungen in Köln und Paris beabsichtigt. Niemand wagt Spekulationen über einen tatsächlichen Erscheinungstermin abzugeben, aber es wird noch dauern. Bis dann bleibt Google Glass auf jeden Fall im Fokus neugieriger Technikfreaks.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.