E-Ink-Display für Smartphones
Ein E-Ink-Display für Smartphones: Der CoverReader von Pocketbook. Bild: Hersteller.

E-Ink-Displays für Smartphones

Das auf der diesjährigen IFA präsentierte Smartphone-Cover mit integriertem E-Ink-Display klingt wie Balsam in gepeinigten Augen von Smartphone-Besitzern, die auf kleinen Displays oft mühsam E-Mails und Webinhalte entziffern müssen. Das hat dank des E-Book-Reader-Herstellers Pocketbook nun ein Ende. Wenn man die Smartphone-Hülle des CoverReaders aufklappt, findet man auf der Innenseite das Display, seitlich das Handy-Display. Die Anzeige ist benutzerfreundlich und vor allem augenschonend, denn mit Hilfe dieses E-Ink-Displays kann man entspannt E-Books oder Mails lesen und wird zusätzlich auch über eingegangene Nachrichten oder Anrufe in Abwesenheit benachrichtigt.

Auch über die Möglichkeit des Stromsparens hat sich Pocketbook Gedanken gemacht. Die Anzeige-Übertragung und Stromversorgung sind einfach über die USB-Schnittstelle des Smartphones möglich, das durch den angebrachten Aufsatz etwas größer wirkt. Das LCD schaltet sich aus, sobald die Hülle nach hinten geklappt wird. Um im Lesemodus Strom zu sparen, wird die E-lnk-Anzeige über die Lautstärkeregler gesteuert. Ein großes Plus der neuen Smartphone-Hülle mit integriertem E-Ink-Display scheint das problemlose Lesen trotz grellen Sonnenlichts zu sein. Das Display dient also als praktische Erweiterung des Smartphones.

Kritiker könnten einwerfen, dass die Smartphone-Hülle noch nicht ganz ausgereift ist, wenn man den präsentierten Prototyp genauer unter die Lupe nimmt. Die Hüllenkonstruktion wirkt noch unvollendet und das Display spiegelt nur Bücher aus der Pocketbook-App auf das 4,3 Zoll große Display. Dennoch ist man seitens der Hersteller zuversichtlich, denn die Hülle soll Gerüchten zufolge Ende Oktober bis Anfang Dezember bereits auf den Markt kommen. Vorreiter ist das Samsung Galaxy S4, deren Smartphone-Hülle mit E-Ink-Display von 50 bis 100 Euro kosten wird. Sollte das Cover Anklang finden, ist auch vorstellbar, dass Pocketbook für weitere Smartphones wie das HTC One produziert, aber auch Sony oder Samsung. Die Kommunikation verläuft einfach über die PocketBook-App.

Was verbirgt sich hinter E-Ink? Bekannt ist diese Technologie vor allem durch die gängigen E-Book-Reader geworden, mit der man elektronisches Papier darstellen kann. Lediglich beim Umblättern wird Strom verbraucht. Die Schrift auf dem E-Ink-Display ist auch ohne Hintergrundbeleuchtung sehr gut zu lesen. Die Nachteile dieser Technik zeigen sich in dem teils lange dauernden Bildaufbau und fehlenden Farben. Wer jedoch auf Stromsparen bedacht ist, wird in dieser Smartphone-Hülle mit E-Ink-Display die perfekte Lösung für sich finden.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.