Bitstrips-App
Mit Bitstrips kann man Comics von sich erstellen und diese in Sozialen Netzwerken posten. Bild. Play Store

Bitstrips-App: Ein neuer Trend?

Ein künstlerisches Modephänomen belebt derzeit die Welt der Apps und sozialen Netzwerke. Die Basis des unter der Bezeichnung „Bitstrips“ bekannt gewordenen Spiels liegt in der Erstellung der Comicversion eines jeden Nutzers. Anschließend kann die Figur in ein beliebiges Szenario transferiert werden. Bitstrips ist als kostenfreie Applikation für Android und iOS verfügbar. Der Gebrauch ist jedoch an ein Facebook-Konto geknüpft. So können allerdings auch Gruppenszenen mit Personen aus der Freundesliste des jeweiligen Facebook-Nutzers entworfen werden.

Aus einer umfangreichen Vielfalt verschiedener Gesichts- und Körperelemente kann die passende Figur gewählt werden. Aktuell stehen rund 1.500 Muster zur Verfügung, dazu gibt es täglich vorgenommene Ergänzungen. Nicht zwangsläufig muss die Figur menschliche Züge tragen, die meisten Spieler orientieren sich jedoch an ihrem eigenen Aussehen. Unter den auszuwählenden Orten liegt eine große Palette von Alltags-, Abenteuer- und Phantasieszenen vor. In Nordamerika, wo die App bereits vor zehn Monaten an den Start gegangen ist, erfreuen sich Comicstreifen mit witzigem Realitätsbezug oder aufmunterndem Inhalt großer Beliebtheit. In puncto Gestaltung erinnert Bitstrips an die neueren US-Zeichentrickserien à la „Family Guy“, „Ugly Americans“ oder „Drawn Together“.

Im App-Store ist derzeit noch die Vorgängerversion der aktuellen Ausgabe, 1.1.12, erhältlich. Die Anwendung hat ein Volumen von 76 Megabyte und ist in 16 verschiedenen Sprachen erhältlich. Ausdrücklich wird auf eine angehobene Altersbeschränkung ab 12 verwiesen. Diese steht im Zusammenhang mit verfügbaren Comicszenarien, in denen Gewaltdarstellungen, Drogenkonsum oder erotische Anspielungen auftauchen. Im Google Play Store ist seit 22. November bereits die aktuelle Bitstrips-Ausgabe 1.2.1 erhältlich. Bei bislang über 130.000 abgegebenen Bewertungen erhält die App derzeit eine Klassifikation von 4,0 von 5. Einige Nutzer beklagen jedoch technische Probleme bei der Installation von Bitstrips.

Aus Kanada stammt die Zeichentrick-App, deren Name der Bezeichnung „Comicstrip“ entlehnt ist. Dort hielt die Geschäftsidee bereits 2008 Einzug, jedoch im anderen Kontext. Schulen nutzen nämlich lizensierte Versionen von Bitstrips, um Lerninhalte spielerisch zu vermitteln und zugleich die Kreativität der Schülerschaft zu fördern. Wann das schöpferische Talent der hiesigen Smartphone-Nutzer ausgeschöpft wird, steht hingegen noch nicht fest: Die Macher der App haben bislang noch keine Aktualisierung zur eigenen Zeichnung bekanntgegeben. Ebenso steht noch kein Zeitpunkt für die Loslösung von Facebook fest.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.