TheQ, die Smartphone-Kamera
Mit TheQ kann man auch seine Unterwasser-Fotos ganz schnell auf Facebook posten. Foto: Hersteller.

Smartphone-Kameras: Fortschritt durch ausgefeilte Technologie

Seit einiger Zeit lässt sich in der hart umkämpften Smartphone-Branche ein Trend beobachten. Gemeint ist die zunehmende Annäherung von Smartphone-Kameras und Digitalkameras mit Smartphone-Funktionen. Die Entwicklung treibt interessante Blüten – und am Ende profitiert der Kunde von den ausgeklügelten Innovationen.

Dabei nehmen sich die Kamera-Hersteller – allen voran der japanische Platzhirsch Canon mit seinen Modellen PowerShot N oder theQ eines der größten Phänomene der Moderne an: dem Posten und Teilen der Bilder über soziale Netzwerke. Mit einem eigens für diesen Vorgang vorgesehenen Knopf können die Schnappschüsse einfach mit den Freunden auf Facebook geteilt werden. Über die Mobilfunkstandards Wlan und GPS ist der Zugang zum Netz gewährleistet.

Optischer Zoom gehört bei Smartphones mittlerweile zum Standard-Repertoire

Auf der anderen Seite stehen Smartphone-Hersteller wie HTC und Samsung, die an den in den Geräten verbauten Kamera-Einzelteilen feilen. HTC etwa plant derzeit eine Smartphone-Kamera mit optischem Zoom. Knapp zehn Jahre ist es her, dass Nokia mit dem N93 in dieser Hinsicht Neuland betrat. Der verantwortliche Kameraexperte bei HTC, Symon Whitehorn, äußerte die Hoffnung, das die Kamera-Smartphones in etwa zwei Jahren an die Qualität von Spiegelreflex-Kameras heranreichen.

Bislang gilt Samsung mit seinen Smartphones der Samsung Galaxy Zoom-Reihe als Spitzenreiter dieser Technologie. Kürzlich hat es mit dem Galaxy K Zoom einen Nachfolger des Galaxy S4 Zoom vorgestellt, der neben einem 10-fachen optischen Zoom auch optische Bildstabilisierung beherrscht und mit einem Xenon-Blitz ausgestattet ist.

Die Zweitlinse als Innovationsträger

Doch die Entwickler stehen vor einem grundlegenden Problem: Das Smartphone soll möglichst kompakt sein, daher können allzu große Linsen nur schlecht verbaut werden. Die Unternehmen gleichen dieses Manko bisher mit leistungsfähiger Software aus, die es ermöglicht, die Tiefenschärfe im Nachhinein auf digitalem Wege zu bearbeiten.

Mit seinem Vorzeigemodell HTC One (M8) geht HTC einen anderen Weg: Über einer ersten Kamera mit einer geringen Auflösung von 4,1 Megapixeln sitzt eine zweite Linse, die eigens für die Berechnung der Tiefendimension des geschossenen Bildes verantwortlich ist. Aus dieser Kombination entstehen brillante Bilder.

Die Technologie scheint ein innovativer Weg zu sein, denn die Pixelzahlen der verbauten Kameras haben längst einen Sättigungsgrad erreicht, bei dem ein simples „mehr davon“ keinen Qualitätszuwachs mit sich bringt. Mittlerweile zeichnet sich noch ein weiterer Trend ab: So wird die Frontkamera, die bislang eher mit geringen Auflösungsraten auf sich Aufmerksam machte, zunehmend wichtiger – schließlich hat sich das Selfie, also die Selbstaufnahme des Smartphone-Nutzers, als Anwendungsfall etabliert.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.