Smartphone-Diebstahl: So können Sie sich schützen
Smartphones werden immer wichtiger und somit auch der Diebstahlschutz. Bild: Rainer Sturm / pixelio.de

Smartphone-Diebstahl: So können Sie sich schützen

Um den ansteigenden Diebstahlszahlen den Kampf anzusagen, fordern viele von den Herstellern der begehrten Geräte mehr Verantwortung. Eine effektive Möglichkeit, Smartphone-Diebstahl zu verhindern, wäre ein gesetzlich vorgeschriebener Kill-Switch für Smartphones. Mittlerweile fordert auch die südkoreanische Regierung entsprechenden Schutz für die Kunden.

LG und Samsung reagieren und überlegen, eine Anti-Diebstahl-Funktion direkt in das Smartphone einzubauen. Auf diese Art kann der Besitzer oder der Netzbetreiber das gestohlene Smartphone sogar aus der Ferne sperren oder gänzlich löschen. Ins Betriebssystem eingebaut, ist es damit schwer, Funktionen außer Kraft zu setzen und den Smartphone-Diebstahl unattraktiv zu gestalten. Selbst ein Tausch der SIM-Karte ändert daran nichts. Gerüchten zufolge stehen solche Schutzfunktionen Anfang kommenden Jahres zur Verfügung, vorausgesetzt, die Nutzer registrieren sich für diesen Dienst. Anders als in Deutschland ist es in Südkorea nicht möglich, dass gestohlene Smartphones ins Netz gelangen. Hierzulande existiert allerdings kein Netzbetreiber-übergreifendes Register mit IMEI-Nummern, also aus dem Ausland legal oder illegal eingeführte Smartphones. Man kann sich problemlos in alle Netze einloggen.

Auch die USA sehen Handlungsbedarf. 70 Prozent der gemeldeten Diebstähle betreffen inzwischen Smartphone-Diebstahl. Allein in New York wurden 2012 über 10.000 iPhones gestohlen. Der Generalstaatsanwalt New Yorks, Eric Schneiderman, sucht die Verantwortung ebenfalls bei den Herstellern. Bereits vor einem Jahr hat die US-Aufsichtsbehörde FCC ein Handy-Register eingeführt, das in Kooperation mit amerikanischen und mexikanischen Netzbetreibern das ungestrafte Einbuchen gestohlener Handys in ihre Netze verweigern soll.

Eine interessante Methode, den Dieb seines Smartphones zu bestrafen, hat ein engagierter User in seinem Blog angewandt. Hafid, ein junger Mann aus Dubai, hat ein Smartphone auf der Straße gefunden und an sich genommen. Letztendlich verdankt er das ungewünschte Outing via Blog der Tatsache, dass er vergessen hat, die Upload-Funktion der Kamera auszuschalten, worauf ihn der Bestohlene selbst hingewiesen hat. Hier der Link zu dem merkwürdigen Blog lifeofastrangerwhostolemyphone.tumblr.com/.

Welche Apps gegen Smartphone-Diebstahl gibt es?

Lost Droid Finder informiert den Besitzer über einen SIM-Kartentausch. Im Panik-Modus klingelt das Smartphone drei Minuten lang bei voller Lautstärke. Im Dieb -Modus kann das Smartphone beim Smartphone-Diebstahl gesteuert werden und zeigt die Ortungsdaten an. Die App kann von einem anderen Handy direkt über Google Play installiert werden. Das funktioniert allerdings nur, solange der Dieb das Gerät nicht ausschaltet.

Die App „Wheres my Droid“ ist ein hilfreicher Dienst in drei verschiedenen Versionen, die ebenfalls das Fernlöschen der SD-Karte ermöglichen. Man kann damit aber auch Fotos machen. Der Zugriff erfolgt dabei über die Website des Anbieters und durch Anzeige der GPS-Koordinaten auf der Google-Maps-Seite. Wer glaubt, dass der Dieb sich nach dem Smartphone-Diebstahl noch in der Nähe befindet, kann mit der App auch die Lautstärke erhöhen oder den Klingelton aktivieren. Da die Befehle via Text-Message im Stealth-Mode verschickt werden, ahnt der Dieb von der Suche nichts.

Mit Hilfe der App Cerberus Anti-Diebstahl kann man sich vom Laptop aus anmelden, das Smartphone orten oder auch den Zugriff sperren, um private Daten zu schützen. Ist das Smartphone vor der Installation geroutet worden, bleibt diese App erhalten, auch wenn der Dieb versuchen sollte, das Gerät auf die Werkeinstellungen zurückzusetzen.

Bei PIN-gesicherten Android-Geräten aktiviert sich die Frontkamera und schickt per E-Mail ein Foto an den Besitzer, sobald ein falscher Code eingegeben worden ist. Die entsprechende App „Powerlock Diebstahlschutz“ löst einen Alarm aus, wenn das Gerät vom angeschlossenen USB-Kabel getrennt wird.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.