Region-Lock von Samsung
Der Region-Lock von Sasmung sorgt derzeit für Aufregung bei Nutzern von Galaxy S4 und Galaxy Note 3. Bild: Lupo / pixelio.de

Samsung: Region-Lock bei Galaxy S4 und Galaxy Note 3

Bei vielen Samsung-Kunden scheint dieser Tage Ärger und Unverständnis vorprogrammiert, denn der Region-Lock bei den Samsung Smartphones Galaxy S4 und Galaxy Note 3 verdirbt manchen unerwartet die Urlaubsfreuden. Trotz der Beschwichtigung seitens Samsung merken Nutzer des Samsung Note 3, die gerade im Urlaub oder auf Dienstreise sind, dass sie unter anderem in Ägypten, Thailand oder auch Hong Kong keine lokale Prepaid-SIM einsetzen können. Seitens Samsung gibt es noch keine konkrete Stellungnahme zu Region-Lock.

Im Falle des Samsung Note 3 dürfte die Liste der gesperrten Länder mittlerweile 62 weltweit betreffen. Die Anzahl der Länder für das Samsung Galaxy S4 ist ein wenig kürzer. Kauft man das Smartphone Galaxy Note 3 in Europa, muss es auch dort mit einer europäischen SIM aktiviert werden. Möchte man das nicht, ist man angehalten, sich an den Samsung-Support zu wenden. Mit einem prägnanten Aufkleber wird darauf hingewiesen, dass das Produkt nur mit SIM-Karten kompatibel ist, die von einem Mobilfunk-Provider innerhalb Europas gekauft worden sind. In einem Facebook-Posting hieß es seitens Samsung, eine SIM-Karte aus der gleichen Region sei nur für die Aktivierung des Geräts erforderlich.

Ob das auch bei einer Zurücksetzung eines Smartphone gilt, ist unklar. Auch, ob eine Art Gebühr diesen Umstand umgehen kann. Tatsächlich scheint das Einsetzen einer SIM lediglich in den USA und Taiwan zu funktionieren. Viele afrikanische, südamerikanische sowie asiatische Länder sind ebenso von Region-Lock betroffen. Auch Australien, Russland, China und Indien zählen zu den Ländern, in denen man keine lokale Prepaid-SIM verwenden kann. So drängt sich wohl manchem Nutzer die Frage auf, ob man im Ausland zum teuren Roaming gedrängt wird.

Samsung ist damit der erste Hersteller, der eine solche SIM-Beschränkung einsetzt. Neben dem Galaxy Note 3, das mit einer in der Firmware bereits verankerten Region-Lock ausgeliefert wird, sollen andere Modelle wie das Galaxy S3, Galaxy S4, Galaxy S4 mini und auch das Galaxy Note 2 mit einem Update diese Sperre erhalten, sofern sie nach Ende Juli 2013 hergestellt worden sind. Für Modelle, die vorher gekauft worden sind, wird laut Samsung auch kein Update nachgereicht. Die Alternative, die in Foren zu finden ist – ein russischer Dienst kann das Gerät entsperren – wird eher mit Skepsis betrachtet, da wenige Kunden die EMEI samt Paypal- oder Kreditkartenzahlung an eine russische Website schicken würden.

Rooten solle ebenfalls ein Weg sein, diesen Region-Lock zu umgehen. Fraglich ist, warum Samsung sich in dieser Angelegenheit nicht deutlicher äußert und Kunden ungewollt vor den Kopf stößt. Ob Freischaltcodes eines russischen Dienstes für 20 US-Dollar zum Ziel führen oder Freischaltcodes, die Samsung bei Problemen verschickt, ist nicht bestätigt. Hinzu kommt, dass solche Codes nur 14 Tage lang aktiv sind. Sie bewirken keine generelle Befreiung von der SIM-Sperre.

UPDATE: Auch die Samsung-Modelle Galaxy S3 und Note 2 sind vom Region-Lock betroffen.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.