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Roaming-Irrtümer: Die Top Drei

Häufig sind Urlauber, die sich im Ausland befinden, der Ansicht, dass die Telefonate in die Heimat möglichst kurz gefasst sein sollten. Vermeintlich hohe Kosten schrecken sie von langen Konversationen ab – das ist jedoch ein Irrtum, Roaming ist schon längst nicht mehr der gefährliche Geldfresser, der er mal war.

Dafür sorgte kürzlich das EU-Parlament, welches ein Gesetz zum Thema Roaming-Gebühren verabschiedet hat. Im April dieses Jahres stimmten die EU-Mitgliedsstaaten für das Gesetz. Daher gibt es seit dem 1. Juli 2014 einheitliche und leicht verständliche Regelungen zum Kostenpunkt Auslandstelefonie, im Dezember 2015 werden die Roaming-Gebühren dann komplett wegfallen.

E-Plus als Vorreiter gegen das Roaming

Dabei zeigte sich die E-Plus Gruppe als früher Vorreiter in puncto Roaming-Gebühren: Schon seit Februar 2014 können Vertragskunden von BASE und E-Plus eine EU-Reise-Flat buchen. Für drei Euro Mehrkosten erhält der Nutzer einen einheitlichen Preis innerhalb der gesamten EU – und kann damit zum heimischen Preis telefonieren und im Internet surfen. Darüber hinaus hat die E-Plus Gruppe auch die Roaming-Gebühren für Prepaid-Karten des Anbieters ALDI Talk abgeschafft. Damit steht ein Einheitstarif von elf Cent pro Minute im Zentrum der länderübergreifenden Kostenoffensive.

Vor diesem Hintergrund ist also die Angst vor hohen Roaming-Gebühren mehr als unverständlich. Viele Smartphone-Nutzer gehen sogar so weit, im Urlaub ganz auf das Roaming zu verzichten – obwohl das Gerät ein unverzichtbarer Begleiter nicht nur im Reise-Alltag ist. Die bereits erwähnte EU Reise Flat von E-Plus gilt neben dem gesamten EU-Ausland auch in Liechtenstein, in der Schweiz, Norwegen und Island. Damit kann das Roaming ohne Bedenken angeschaltet werden.

Kostenstopp bei großen Datenmengen

Der zweite Irrtum bezieht sich auf die Angst vor dem Download großer Datenmengen. Viele Urlauber nehmen dies als Anlass, um von einem kostenlosen WLAN-Zugang zum nächsten zu springen. Auch das ist mittlerweile unnötig, da die EU einen Kostenstopp verfügt hat: Ab 60 Euro Datenvolumen greift ein Stopp für das mobile Surfen. Das Limit kann auf Wunsch einfach erhöht oder ganz ausgestellt werden. Doch wem selbst diese Kosten zu hoch sind, der sollte die automatische Aktualisierungsfunktion ausschalten, da dort häufig Speicherplatzintensive Software heruntergeladen wird. Bei offenen WiFi-Zugängen besteht darüber hinaus ein hohes Sicherheitsrisiko.

Der letzte Irrtum zeigt auf, dass das ungehinderte Telefonieren und Surfen im Ausland nicht überall gilt. Auf Schiffen gelten etwa besondere Regeln, die am besten durch die Reedereien in Erfahrung gebracht werden. Die Modalitäten richten sich häufig nach dem angemeldeten Sitz der Schiffe.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.