iOS 7.1
Das neue iOS 7.1.2 behebt einige Probleme der Anfangsversion. Bild: Apple

Probleme mit dem neuen iOS 7.1

Kürzlich veröffentlichte Apple mit iOS 7.1 das erste größere Update für seine Benutzeroberfläche. Ursprünglich sollte es erst am 15. März zum Herunterladen freigegeben werden. Allerdings findet dann das iTunes Festival in Austin statt – dafür wird Apple eine eigene iOS-App bereitstellen, die allerdings nur mit iOS 7.1 kompatibel ist. Derweil nimmt Apple mit dem Update erneut den Kampf gegen Jailbreaks auf.

Das Update soll vor allem kleinere Fehler beheben. Nach dem großen Update auf iOS 7 im vergangenen September mehrten sich die Beschwerden insbesondere der Besitzer älterer Modelle. Viele berichten über Probleme mit dem Fingerabdrucksensor. Daneben soll es bei manchen Nutzern zu regelmäßigen Abstürzen ihres Gerätes gekommen sein.

Da iOS 7.1 noch sehr neu ist, gibt es bislang keine Langzeiterfahrungen mit dem Update. In einigen Foren finden sich jedoch Hinweise auf mögliche Probleme mit der aktualisierten Benutzeroberfläche. So klagen einige Nutzer über Verbindungsprobleme mit iTunes, über Verzögerungen beim Tippen oder Probleme mit dem kabellosen Internet. Bislang handelt es sich jedoch allem Anschein nach um vereinzelte Ärgernisse, die nicht zwangsläufig etwas mit iOS 7.1 zu tun haben müssen. Die Probleme sind allerdings nicht so groß wie bei der letzten Umstellung: iPhone 4 und 4S teilweise nicht mit WLAN zu verbinden und manchen wurde beim Wischen auf dem iPhone 5S schlecht.

Apples Kampf gegen das Jailbreak

Problematisch wird es wie in den Jahren zuvor im Bereich der Privatsphäre. Hier räumt sich Apple einen weiten Interpretationsspielraum ein und reagiert höchst allergisch auf Umgehungsversuche der Nutzergemeinde.

So ist es nach dem Update auf iOS 7.1 nicht mehr möglich, das Gerät mithilfe des Jailbreaks von evasiOn zu entsperren, da Apple die Sicherheitslücken geschlossen hat, die das Entsperren bisher ermöglicht haben. Es steht zu erwarten, dass die Entwickler des Jailbreaks neue Lücken finden und das Entsperren mittelfristig wieder möglich wird.

Durch den Jailbreak können Nutzer des Smartphones etwa auf den alternativen Marktplatz Cydia zugreifen. Dort lassen sich Apps herunterladen, die Apple nicht in seinem eigenen App-Store anbietet. Viele dieser Apps verbessern den Schutz der Privatsphäre und schränken die Datensammelleidenschaft vieler offizieller Apps von Apple ein.

Pünktlich zum Start von iOS 7.1 hat Apple seine Warnung vor Jailbreaks erneuert. Nach Ansicht des kalifornischen Herstellers verletze ein Jailbreak die Lizenzbedingungen. Daher behalte sich Apple das Recht vor, Kundendienstleistungen für Geräte zu verweigern, auf denen ungenehmigte Software installiert sei.

Indes hat das US Copyright Office bereits 2010 positiv über die Rechtmäßigkeit eines solchen Jailbreaks entschieden. Auch der Europäische Gerichtshof (EuGH) vertrat im Januar dieses Jahres eine ähnliche Auffassung und erklärte das Umgehen von Schutzmechanismen für die Installation von Programmen zur legalen Praxis.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.