Google Nexus 5
Das Nexus 5 ist das aktuelle Flaggschiff von Google. Ob es einen Nachfolger geben wird, ist bislang nicht bestätigt. Foto: Hersteller

Nexus 5: Tipps um Akku-Laufzeit zu verlängern

Das Google-Smartphone Nexus 5 hat bei der Markteinführung Ende Oktober für große Furore gesorgt. Nicht nur, dass das Display auf bis zu fünf Zoll aufgestockt und mit einer exzellenten Bildschärfe von 445 ppi versehen wurde. Darüber hinaus war es das erste Smartphone, das serienmäßig mit der neuen Android-Version KitKat 4.4 ausgeliefert wird.

Im Vergleich zum Vorgängermodell begab man sich außerdem an die Verdopplung des Speichervolumens auf 16 und 32 Gigabyte. Das i-Tüpfelchen setzte der neue Snapdragon 800-Chip mit einer Taktung von 2,26 Gigahertz. Bei so viel Aufwertung mussten die nur geringfügig veränderten Komponenten wohl zwangsläufig kritisch registriert werden. Zu ihnen zählt die Akkuleistung.

Der Akku war bereits beim Nexus 4 als Schwachpunkt ausfindig gemacht worden. Google nahm in Zusammenarbeit mit LG eine Aufwertung der Kapazität um knapp zehn Prozent auf 2.300 MAh vor. Diese Maßnahme beeinträchtigte noch nicht einmal das Gewicht des Nexus 5, das mit 130 Gramm neun Gramm geringer ausfällt. Dennoch bemängelten die Tester die scheinbar geringe Akkuleistung. In vielen Fällen begingen sie den Fehler, den 3.000 MAh-Akku des einen Monat zuvor auf den Markt gekommenen LG G2 als Maßstab zu nehmen. Folglich stellte sich die Akkulaufzeit des Nexus 5 von neun Stunden gegenüber den zwei Tagen des Branchenprimus als sehr bescheiden dar.

Neuere Berichte weisen auf die Ungerechtigkeit dieser Einschätzung hin und verweisen auf den vergleichsweise geringen Stromverbrauch der Nexus 5-Funktionen. Bei durchschnittlicher Nutzung sei eine tägliche Aufladung vollkommen ausreichend. Darüber hinaus gibt der Android News-Blog mehrere Empfehlungen zur Einsparung der Akkulaufzeit ab. Gemeinsam mit verschiedenen anderen Berichten wird insbesondere zum Verzicht auf Google Now geraten. Die Funktion, mit der sich per Spracheingabe direkt über den Startbildschirm Google starten lässt, saugt bis zu 30 Prozent des Akkus in gerade einmal sieben Stunden.

Bei der Standortlokalisierung greift Android 4.4 auf drei verschiedene Quellen zurück. Verwendet man hierfür ausschließlich GPS und lässt somit WLAN und das Funknetz außen vor, ergibt sich ebenso eine signifikante Einsparung. Die Auswahl der Stromsparfunktion gibt dann zwar nur noch eine ungefähre Lokalisierung an. Diese jedoch sollte für den Normalfall ausreichend sein. Weitere Tipps zur Schonung des Akkus beziehen sich auf die Reduzierung der Bildschirmhelligkeit und der Deaktivierung verschiedener Dienste und Apps. Diese arbeiten zumeist unbemerkt, jedoch stromverbrauchend im Hintergrund.

Geschrieben von Johannes

Der Autor ist App-Entwickler, Hardware- und Tarif-Experte. Auf Smart-Phoner schreibt er über alle Themen rund um Handy und Smartphone. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.