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Mobile Shopping: Mit dem Smartphone auf Einkaufstour

Immer mehr Konsumenten nehmen ihr Smartphone mit auf Shoppingtour – jedoch nicht nur zum Telefonieren und für den mobilen Zugang ins Netz, sondern auch für konkrete Aktivitäten rund ums Einkaufen. Einer neuen Studie zufolge nutzt bereits die Hälfte aller Deutschen ihr Smartphone für solche Zwecke.

Angesichts der immer vielfältigeren Möglichkeiten, das Smartphone in das Einkaufserlebnis einzubinden, ist die Entwicklung des Mobile Shopping nicht weiter verwunderlich. Dies beginnt schon beim Start der Einkaufstour: Mit dem Smartphone kann sowohl das Ticket für den öffentlichen Nahverkehr als auch der Parkschein bezahlt werden. In einigen Großstädten ist man schon etwas weiter – dort ersetzt das Smartphone das Papierstück direkt.

Near Field Communication macht Mobile Shopping möglich

Möglich macht es eine Technologie mit dem Namen „Near Field Communication“, kurz NFC. Der neue Funkstandard stellt eine drahtlose Funkverbindung zwischen zwei naheliegenden Geräten her, also etwa zwischen dem Smartphone und dem Parkautomat. Durch die erforderliche Nähe wird ein größtmöglicher Datenschutz gewährleistet.

Auch beim Shopping zeigen sich schnell die Vorteile der neuen Technologie. So lässt sich etwa der gesamte Bezahlvorgang einfach über das Smartphone regeln. Zu diesem Zweck es lediglich erforderlich, die App des entsprechenden Geschäfts herunterzuladen und sich zu registrieren.

Smartphone leitet zunehmend die Shopping-Tour

So praktisch der Ansatz für sich genommen schon ist, das tatsächliche Kaufverhalten des Konsumenten ändert sich dadurch nicht. Die bereits erwähnte Studie zeigt, dass sich dies bald ändern könnte. Der Analyse des Performance-Marketing-Anbieters Tradedoubler zufolge lassen sich die Verbraucher nämlich auch immer häufiger während des Einkaufs von ihrem Smartphone leiten.

Demnach nutzen rund 44 Prozent der insgesamt 4500 befragten Verbraucher ihr Smartphone während des Einkaufs zum Browsen. Die Hälfte der Befragten vergleicht über das Gerät die Preise. Ein Drittel nimmt den Preisvergleich zum Anlass, ein anderes Produkt zu kaufen als das ursprünglich geplante. Ebenfalls rund ein Drittel der Befragten erklärte, in der Vergangenheit bereits daraufhin gänzlich von der Kaufabsicht abgelassen zu haben. Um die 20 Prozent haben den Laden verlassen, um das Produkt in einem anderen Geschäft zu kaufen. Langfristig ist für den Einzelhandel jedoch vor allem der Umstand von Bedeutung, dass sich 22 Prozent der Befragten bereits zum Online-Kauf entschlossen haben.

Björn Hahner, Country Manager Deutschland bei Tradedoubler, warnt davor, den Ergebnissen zu hohe Bedeutung zuzumessen. Er rät dem Einzelhandel dazu, die mobilen Kanäle für die eigenen Zwecke zu nutzen. Seiner Ansicht nach können Online-Gutscheine oder Coupons dabei helfen, die Kaufabsicht vor Ort zu zementieren.

Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.