Chefkoch: Küchen-App
Chefkoch ist eine der bekanntesten und besten Küchen-Apps. Bild: Screenshot

Küchen-Apps – Das Smartphone als Küchenhilfe

Vorbei sind die Zeiten, in denen man sämtliche Küchenschränke nach dem speckigen Heftlein mit Großmutters Geheimrezepten oder dem – ohnehin unleserlichen – Rezeptzettel der besten Freundin durchsuchen musste. Längst findet der Alleskönner Smartphone auch in der heimischen Küche Anwendung. Rund fünf Prozent aller Smartphone-Nutzer in Deutschland arbeiten mit ihrem Gerät bereits in der Küche. Die Bandbreite der Küchen-Apps reicht dabei von traditionellen Rezeptsammlungen bis zu innovativen Küchenhelfern, die ein völlig neues Kocherlebnis versprechen.

Küchen-Apps für alle Fälle

Dabei lassen sich grob drei verschiedene Arten von Koch- bzw. Küchen-Apps unterscheiden. Zunächst wären da die Apps zu nennen, die wie riesige Rezeptsammlungen funktionieren und oftmals mehrere tausend Gerichtideen bereithalten. Darunter fallen Anwendungen wie etwa Chefkoch (200.000 Rezepte) oder Kochmeister (65.000 Rezepte). Der Vorteil solcher Apps liegt auf der Hand: Eine große Fangemeinde präsentiert laufend neue Gerichte und bewertet Geschmack und Schwierigkeitsgrad der nachgekochten Mahlzeiten. Darüber schonen sie den Geldbeutel, da sie sich kostenlos auf das Smartphone laden lassen.

Daneben gibt es zahlreiche Apps von berühmten Star- und Fernsehköchen wie etwa Jamie Oliver, Frank Rosin oder Johann Lafer. Diese kommen mit deutlich weniger Rezepten aus, dafür stehen die Kochkünstler mit ihrem Namen und ihrem Können für die Qualität der Gerichte ein. Viele dieser Apps bieten selbsterklärende Bilder oder auch Videos mit Extratipps an. Das Anschauungsmaterial erleichtert die Handgriffe am eigenen Herd bedeutend. Einziger Nachteil: die Granden der kulinarischen Kunst lassen sich ihr virtuelles Küchenstudio einiges kosten, für Zusatzpakete mit neuen Rezeptideen greift man erneut in die Geldbörse.

Eine letzte Kategorie stellen Rezepte-Apps von namhaften Nahrungsmittelherstellern dar. So gibt es etwa die Dr. Oetker Rezeptideen oder das wohlbekannte Maggi Kochstudio fürs Smartphone. Klar ist, dass hier die eigenen Produkte die Grundlage der meisten Rezepte sind – dafür steht dieses Marketinginstrument zumeist kostenlos zum Download bereit.

Die Zukunft des Kochens

Derweil tüfteln die Hersteller von Küchenutensilien daran, die technischen Möglichkeiten der Smartphones für sich nutzbar zu machen. Fissler etwa, ein traditionsreicher Hersteller von Kochgeschirr, hat auf der diesjährigen Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt einen vernetzten Dampfkochtopf vorgestellt. Dieser ist via Bluetooth mit dem Smartphone verbunden. Über eine spezielle Küchen-App kommuniziert der Topf nun mit dem Koch – etwa wenn die Temperatur verändert werden muss oder der Druck zu hoch ist.

Severin, ein Hersteller von Haushaltsgeräten, wird seine Produkte künftig mit einem QR-Code versehen. Damit erhält der Kunde die Möglichkeit, bequem über sein Smartphone Wartungstipps, die Bedienungsanleitung oder speziell auf das Gerät abgestimmte Rezeptideen einzusehen. Ab März sollen die ersten Produkte mit QR-Code auf den Markt kommen.

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Geschrieben von Maren

Maren Richter ist seit Jahren Expertin im Bereich Smartphones und Smartphone-Tarife. Nach ihrem IT-Studium arbeitete sie mehrere Jahre für eines der größten deutschen Telekommunikations-Unternehmen. Inzwischen ist sie als freie Beraterin und Autorin tätig. Kontakt-Möglichkeiten gibt es über Kontakt-Link unten.